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Jules Verne

verneZulu Ebooks widmet sich mit einem erneuten Schwerpunkt einen der populärsten Begründer der Science-Fiction-Literatur - Jules-Gabriel Verne. Wir werden in den nächsten Wochen alle seine Romane in der bestmöglichen Qualität (wenn möglich mit den Original Illustrationen) sowie Zusatzwerke z.B.: Kurzgeschichten in unsere Datenbank aufnehmen. Eine kurze Biographie über Jules-Gabriel Verne (genauere Bio bei Wikipedia)

Jules Verne wurde am 8. Februar 1828 als ältestes Kind des französischen Rechtsanwalts Pierre Verne und dessen Ehefrau Sophie Allotte de la Fuye in Nantes geboren. Im Alter von elf Jahren versuchte er vergeblich, auf einem Schiff nach Indien anzuheuern, aber schließlich gehorchte er doch seinem Vater und studierte Jura, zuerst in Nantes, ab November 1848 in Paris. Dabei befreundete Jules Verne sich mit Alexandre Dumas dem Älteren (1802 - 1870) und begann, mit dem etablierten Schriftsteller gemeinsam Dramen und Opernlibretti zu schreiben – während er sein Studium mehr und mehr vernachlässigte. Sein erstes Bühnenstück hatte am 12. Juni 1850 im Théâtre Historique Premiere. Sein Vater war darüber keineswegs erfreut.

Statt die Kanzlei seines Vaters zu übernehmen, schlug Jules Verne sich einige Jahre als Sekretär des Théâtre Lyrique durch und begann 1856, an der Börse zu spekulieren. Am 10. Januar 1857 heiratete er die Witwe Honorine Morel, die zwei Töchter mit in die Ehe brachte und am 3. August 1861 den Sohn Michel gebar.

Bald darauf begann Jules Verne, Abenteuerromane zu schreiben und entwickelte sich zu einem der ersten Science-Fiction-Autoren. Unter dem Titel "Cinq semaines en ballon" ("Fünf Wochen im Ballon") veröffentlichte der Jugendbuch-Verleger Pierre-Jules Hetzel 1863 Jules Vernes authentisch wirkenden, aber frei erfundenen "Bericht" über eine Entdeckungs- und Forschungsreise von Sansibar bis Senegal. Schließlich unterschrieb Jules Verne einen Vertrag mit Pierre-Jules Hetzel (1814 - 1886), in dem er sich gegen ein entsprechendes Honorar verpflichtete, jährlich zwei Bände für die Buchreihe "Voyages extraordinaires" zu verfassen. Welterfolge wurden vor allem Jules Vernes Romane "Vingt mille lieues sous les mers" (1870; "20 000 Meilen unter dem Meer") und "Le tour du monde en quatre-vingts jours" (1873; "Reise um die Welt in 80 Tagen"). Natürlich hielten seine damaligen Leser U-Boote oder Mondraketen für Utopien; sie konnten nicht ahnen, dass man sie im 20. Jahrhunderts bauen würde.

Jules Verne konnte sich eine eigene Yacht leisten; er reiste viel und recherchierte dabei für seine Buchprojekte. 25 000 Notizen soll er in seinem Zettelkasten gehabt haben. 1871 zog er mit seiner Familie nach Amiens, wo er 1888 in den Stadtrat gewählt wurde, ein Amt, das er bis zu seinem Tod ausübte.

Am 24. März 1905 starb Jules Verne in Amiens an den Folgen seiner Diabetes.
(Q: dieterwunderlich.de)


Jules Vernes „Voyages extraordinaires" (Band 1 - 54)

Den Anfang macht chronologisch nach Erscheinung der Romane „Band 1 - Fünf Wochen im Ballon“

Romane:

 

Fünf Wochen im BallonBand 1 - Fünf Wochen im Ballon
Die Königliche Geographische Gesellschaft zu London ist voller Begeisterung: Dr. Samuel Fergusson macht einen Vorschlag, der alle Mitglieder euphorisiert. Und so kann man am Tag nach der Sitzung im „Daily Telegraph“ lesen: „Das Geheimnis der ungeheuren afrikanischen Einöden wird endlich offenbart werden: Ein moderner Ikarus wird uns die Lösung dieses Rätsels bringen, das die Gelehrten von sechs Jahrtausenden nicht zu lösen vermochten. Bis jetzt galt es als wahnsinniges Beginnen, ein nicht zu verwirklichendes Hirngespinst, die Nilquellen zu erforschen. ...
Fünf Wochen im BallonBand 2 - Reisen und Abenteuer des Kapitän Hatteras
Die Originalausgabe erschien 1866 bei Hetzel, Paris. Und zwar: Band I Les Anglais au polê Nord. Voyages du Capitaine Hatteras am 4.5.1866; Band II: Le Désert de glace. Aventure du Capitaine Hatteras auch am 4.5.1866

Unter geheimnisvollen Begleitumständen verlässt am 5. April des Jahres 1860 ein englisches Schiff den Hafen. Es ist die nach speziellen Anweisungen gebaute „Forward“. Nicht einer der besonders sorgfältig ausgesuchten Besatzung kennt das Ziel der Reise, und es sieht so aus, als wäre der eigentliche Kapitän noch nicht an Bord, denn der ausführende Kapitän Richard Shandon ist nur stellvertretender Befehlshaber des Schiffes. ....
Die Reise zum Mittelpunkt der ErdeBand 3 - Die Reise zum Mittelpunkt der Erde
Die Reise zum Mittelpunkt der Erde ist einer Jules Verne bekanntesten und auch heute noch beliebtesten Romane. Das Buch wurde erstmals 1864 unter dem Titel "Voyage au centre de la terre" veröffentlicht; die erste deutsche Übersetzung erschien 1874.

Der Hamburger Professor Lidenbrock ist einer der angesehensten Geologen der Welt. Der etwas kauzige Experte hat in einem alten Buch eine rätselhafte Nachricht in Runenschrift gefunden, deren Inhalt er aber nicht zu entschlüsseln vermag. Dies gelingt jedoch seinem Neffen Axel, der als wissenschaftlicher Assistent in Professor Lidenbrocks Haus lebt. Die Botschaft enthält einen Hinweis auf eine Einstiegsmöglichkeit ins Innere der Erde. ....
Von der Erde zum MondBand 4 - Von der Erde zum Mond
Den Mitgliedern des Gun Clubs in Baltimore ist mit dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges ihre Beschäftigung abhanden gekommen. Da schlägt der Präsident, Barbicane, vor, eine Kanone zu bauen, die so groß ist, daß sie ein Geschoß auf den Mond befördern kann. Voller Euphorie wird das gigantische Projekt angegangen und es gilt neben den technischen auch die finanziellen Probleme zu lösen. Zu allem Überfluß kommt ein Besucher aus Europa auf eine noch kühnere Idee: Warum sollte das Geschoß nicht auch Menschen zum Mond zu befördern ...
Die Kinder des Kapitän GrantBand 5 - Die Kinder des Kapitän Grant
Die Kinder des Kapitän Grant erschien erstmals 1867/1868 in drei Bänden unter dem Titel Les enfants du Capitaine Grant. Die erste deutsche Übersetzung erschien 1874. Es ist - neben dem Roman Die geheimnisvolle Insel - Jules Vernes umfangreichstes Buch.

Der schottische Lord Glenarvan findet auf der Jungfernfahrt seiner Yacht Duncan im Magen eines Hammerhais eine Flaschenpost mit drei nur noch teilweise lesbaren Schriftstücken - einem auf Englisch, einem in Französisch und einem auf Deutsch -, die einen Hinweis auf den Aufenthaltsort des verschollenen Kapitäns Grant enthalten....
20000 Meilen unter dem MeerBand 6 - 20000 Meilen unter dem Meer
In den Jahren 1866 und 1867 häufen sich auf allen Weltmeeren rätselhafte Schiffsunglücke. Die Presse spekuliert, ein bislang unbekanntes Seeungeheuer oder aber ein „Unterwasserfahrzeug mit außerordentlicher mechanischer Kraft“ habe die Schiffe zum Kentern gebracht. Der französische Professor Pierre Aronnax, Autor eines Werkes über "Die Geheimnisse der Meerestiefen", vermutet einen gigantischen Narwal als Ursache. Wegen seiner Expertise als Meereskundler wird er gebeten, sich einer Expedition zur Klärung der Vorgänge anzuschließen, und so sticht Arronax in Begleitung seines gleichmütigen Dieners Conseil an Bord der Fregatte Abraham Lincoln in See. ....
Reise um den MondBand 7 - Reise um den Mond
Die drei Freunde Barbicane, Nicholl und Ardan sind auf ihrer Reise zum Mond von der Anziehungskraft des Mondes eingefangen worden und kreisen mit ihrem Projektil um den Himmelskörper. Sie haben, wenn sie den Mondschatten durchfliegen, mörderische Kälte auszuhalten, Sauerstoffmangel bedroht sie und ein Meteorit schießt auf ihre Weltraumkugel zu. Müssen die Raumfahrer bis in alle Ewigkeit um den Mond kreisen oder wird ihr Gefährt gar im All zerschellen? ....
Eine schwimmende StadtBand 8 - Eine schwimmende Stadt
Mit recht autobiographischen Zügen schildert Jules Verne seine Erlebnisse auf der „Great Eastern“. Dieses 1858 gebaute Schiff diente ihm und seinem Bruder Paul (Paul Verne 1829 bis 1897) im Frühjahr 1867 zur Überfahrt in die Staaten. Der technikbegeisterte Verne nutzt die gewonnenen Eindrücke, um sie später in seinem Buch zu verarbeiten. Da er selbst nichts Spektakuläres erlebte, schmückte er eben seine Erlebnisse zu einer Romanhandlung aus. Da Verne alles in der „Ich-Form“ beschreibt, ist es schwer, Realität und Fiktion auseinander zu halten....
Die BlockadebrecherBand 8 (Zusatz) - Die Blockadebrecher
Technikbegeistert wie Verne war, beschreibt er die Entstehungsgeschichte des modernen Dampfschiffes „Delphin“. Dieses wurde auf Rechnung der Südstaatler in Glasgow gebaut. Und hier wird dem Leser der eigentliche geschichtliche Hintergrund erläutert. Im Sezessionskrieg der ehemaligen britischen Kolonien in Amerika kam es zur Seeblockade vor der Südstaatenküste. Das brachte natürlich den Baumwollhandel fast zum Erliegen. Die „Delphin“ soll in der Zeit der Blockade Baumwolle aus Charleston herausschmuggeln. Im Austausch dafür transportiert sie Waffen zu den Südstaatlern. In diese Geschichte ist geschickt die kleine Liebesromanze zwischen James Playfair und Mrs Jenny Halliburtt eingewoben. Da Jenny positiven Einfluss auf James hat, kann sie der Zielstellung der Schiffsaktivitäten eine neue Richtung geben....
Abenteuer von 3 Russen & 3 EngländernBand 9 - Abenteuer von 3 Russen & 3 Engländern
Im Jahr 1854 ist eine Gruppe von Geometern, bestehend aus berühmten Astronomen, drei Russen und drei Engländern, im Süden Afrikas unterwegs. Ihr Ziel ist es, Vermessungen durchzuführen, die der exakten Bestimmung des Meters dienen. Die Einführung des metrischen Systems verlief in der Vorbereitungsphase nicht reibungslos. Während die Briten einen fachlichen Vorsprung haben, wollen nun die Russen gleichziehen. Verne versucht die dazu notwendigen geografischen und geodätischen Informationen dem Leser nahe zu bringen. Die eigentliche wissenschaftliche Grundlage ist die genaue Vermessung der Erdoberfläche und ihrer Gradeinteilung. Die dazu notwendigen Verfahren werden uns umfangreich und dadurch etwas trist, geschildert....
Das Land der PelzeBand 10 - Das Land der Pelze
Dieser Roman schildert die Aktivitäten einer ganz besonderen Gruppe von „Entdeckern“: Die harten Jäger und Pelzhändler der berühmt - berüchtigten Hudson Bay Fur Company. Die Company will auf einen Außenposten hoch im Norden eine neue Niederlassung gründen. Die zur Zeit der Besiedlung des Nordens von Kanada übliche Tierschlächterei wird nicht bagatellisiert, denn nüchtern berichtet Verne über das Treiben dieser Leute in seinem Roman.....
Die Reise um die Erde in 80 TagenBand 11 - Die Reise um die Erde in 80 Tagen
Der Engländer Phileas Fogg geht eine verrückte Wette ein: er will in 80 Tagen einmal um die Erde reisen. Voller Selbstvertrauen macht er sich zusammen mit seinem treuen Begleiter Passepartout auf den Weg. Sie erleben schreckliche Unwetter, geraten in afrikanische Stammeskämpfe, begegnen feindlichen Indianern... und werden die ganze Zeit von einem Detektiv verfolgt, der ihnen viele Hindernisse in den Weg legt. Werden sie es schaffen? ....
Die geheimnisvolle InselBand 12 - Die geheimnisvolle Insel
Die geheimnisvolle Insel wurde erstmals 1874/1875 in drei Bänden veröffentlicht. Die erste deutsche Übersetzung erschien 1876. Es ist - neben dem Roman Die Kinder des Kapitän Grant - Jules Vernes umfangreichstes Buch.

Kurz vor Ende des amerikanischen Bürgerkriegs: Mit Hilfe eines Freiballons gelingt fünf Gefangenen eine spektakuläre Flucht aus einem Gefangenlager in Richmond/Virginia. ....
Der ChancellorBand 13 - Der Chancellor
Die Originalausgabe erschien am 1. Februar 1875 unter dem Titel Le chancellor. Das Buch ist sehr emotional geschrieben. Wie in keiner anderen versteht es Jules Verne in dieser Geschichte, Notsituationen, menschliche Gefühle bis hin zum Wahnsinn, zivilisatorische Ausnahmezustände und Beweggründe für triebhaftes Handeln zu schildern. So deutlich habe ich dies in seinen anderen Romanen nie wieder vorgefunden. Der Chancellor zeigt keinen Ansatz die Geschichte zu verharmlosen und das sonst übliche „Verne-Happy End“ stellt sich auch nicht ein. ....
Der ChancellorBand 14 - Der Kurier des Zaren
Die Originalausgabe erschien 1876 unter dem Titel Michel Strogoff. Moscou - Irkoutsk bei Pierre-Jules Hetzel, Paris.
Das Reich des Zaren ist in Gefahr oder doch zumindest das Leben des Großfürsten von Irkutsk. Denn den sibirischen Provinzen Russlands droht eine schreckliche Invasion der Tartaren. Der Großfürst, der der Bruder des Zaren ist und der sich in Irkutsk, der Hauptstadt Sibiriens aufhält, muss gewarnt werden. ....
Reise durch das Sonnensystem IBand 15 - Reise durch das Sonnensystem I
Die Reise durch die Sonnenwelt I erschien erstmals im Juli 1877 unter dem Titel „Hector Servadac. Voyages et aventures á travers le monde solaire. Kurz danach, im November des gleichen Jahres, wurde der 2. Band veröffentlicht.

Hektor Servadac, Hauptmann im Generalstab in Mostaganem, ist auf einsamen Posten in Nordafrika. Sein tristes Leben in der Wüste ist eigentlich nur erträglich durch das gemeinsame Leben mit seiner Ordonanz Ben-Zouf. Noch nicht lange vor Ort wird er gleich in einen Ehrenhandel mit Graf Timascheff verwickelt. ....
Reise durch das Sonnensystem IIBand 15 - Reise durch das Sonnensystem II
Die Reise durch die Sonnenwelt I erschien erstmals im Juli 1877 unter dem Titel „Hector Servadac. Voyages et aventures á travers le monde solaire. Kurz danach, im November des gleichen Jahres, wurde der 2. Band veröffentlicht.

Hektor Servadac, Hauptmann im Generalstab in Mostaganem, ist auf einsamen Posten in Nordafrika. Sein tristes Leben in der Wüste ist eigentlich nur erträglich durch das gemeinsame Leben mit seiner Ordonanz Ben-Zouf. Noch nicht lange vor Ort wird er gleich in einen Ehrenhandel mit Graf Timascheff verwickelt. ....
Band 16 - Schwarz Indien
Schwarzindien? - Was ist das für ein Land? - Dies ist die Bezeichnung der Engländer für ihre ausgedehnten Kohledistrikte. Und dort wollen wir uns hin begeben, genauer gesagt nach Schottland, in die Grafschaft Stirling, in die Grube von Aberfoyle. Die Geschichte beginnt mit einer Situation, die auch im 20. Jahrhundert und auch in Deutschland als Beschreibung gepasst hätte: Die Grube war ausgekohlt, der Bergbaubetrieb sollte eingestellt werden....
Band 17 - Ein Kapitän von 15 Jahren
Die Schonerbrigg „Pilgrim" beginnt eine Rückreise unter schlechten Vorzeichen: Sie hat nur wenige Wale gefangen und muss mit halbleeren Laderaum die Heimfahrt antreten. In Aukland nimmt sie noch Frau und Sohn des Reeders mit an Bord, beide wollen nach Südamerika. Doch die schlechten und merkwürdigen Vorkommnisse reißen nicht ab.....
Band 18 - Die 500 Millionen der Begum
Eine Erbschaft bringt zwei Menschen unermesslichen Reichtum, mit dem der eine eine soziale und hygienische Mustersiedlung, der andere ein düster-technokratisches Kanonen-Imperium gründet. Als der französische Arzt Dr. Sarrasin erfährt, dass er Erbe von mehr als 250 Millionen Francs ist, erklärt er öffentlich, das Vermögen gehöre der Menschheit und dem Fortschritt und solle in seinen Händen zu einem neuen und mächtigen Werkzeug der Zivilisation werden. Ursache für Krankheiten, Elend und vorzeitigen Tod seien die grauenhaften hygienischen Zustände auf der Welt, weshalb er die Gründung einer Musterstadt auf absolut wissenschaftlicher Basis plane, die durch ihre Hygiene und Humanität der übrigen Welt ein leuchtendes Vorbild sein soll.....
Band 19 - Die Drangsale eines Chinesen in China
In einem anfangs nicht näher beschriebenen Land, welches aber eigentlich schon durch die Titelbildung bekannt ist, lebt ein schwerreicher junger Mann - Kin-Fo. Wohlhabend aber völlig antriebslos, lebt er in den Tag hinein, ab und zu durch allerlei Kurzweil zerstreut. Zu seinem direkten Umfeld zählt der im Hause lebenden Philosoph Wang, ein bekehrter, früher militanter Kaisergegner. Seinen philosophischen Beistand benötigt Kin-Fo für alle Lebenslagen, doch stellt er besonders in der letzen Zeit den Sinn seines Lebens offen in Frage.....
Band 20 - Das Dampfhaus
Lassen wir den Autor sprechen: „Am Spätnachmittag des 6. März 1867 war in Aurungabad an allen öffentlichen und privaten Gebäuden der folgende Steckbrief zu lesen: >Gesucht wird der Nabob Dandou Pant, auch bekannt unter dem Namen ..... . Der Führer des blutigen Sipahi-Aufstandes von 1857 soll sich gegenwärtig in der Provinz Bombay aufhalten. Die Regierung hat für seine Ergreifung einen Betrag von 2000 Pfund Sterling ausgesetzt!<“.....
Band 21 - Die Jangada
„H h t b j u o o k h i h y u j j c h v g g x e l e p c s u h r u c z c v y q f i f i u u o t s g y q i i f u q l n n u d v l u h i h r h u p p u x h f j t n s q x t j v f h i f o j i q p f d k .... Ein Buschkapitän hielt dies Schriftstück mit der scheinbar sinnlosen Buchstabenanhäufung in der Hand, las wieder und wieder und schüttelte schließlich nachdenklich den Kopf. Das Schriftstück war vergilbt und eingerissen, es mochte schon eine ganze Reihe von Jahren alt sein; es war eng beschrieben, in den einzelnen Zeilen, etwa hundert, gab es nichts, was an einer Worttrennung erinnert hätte." .....
Band 22 - Die Schule der Robinsons
Die Amerikaner sind immer für eine Überraschung gut: Diesmal wollen sie eine ihrer Inseln im Stillen Ozean versteigern. So geplant in San Francisco. Die rivalisierenden Großindustriellen und Handelshausbesitzer William W. Kolderup und J. R. Taskinar liefern sich bei der Versteigerung ein Duell, aus dem Kolderup als Sieger hervorgeht. Wozu er die unweit von Kalifornien liegende Insel benötig, bleibt dabei unklar......
Band 23 - Der grüne Strahl
Vernes Kritiker bewerten dieses Buch als seinen einzigen Liebesroman. Helena Champbell ist nicht nur jung und hübsch, sondern als echte Schottin, auch sehr romantisch veranlagt. Sie weigert sich zu heiraten, bevor sie nicht das „grüne Leuchten“ gesehen hat. Nach einer alten Legende könne sich derjenige, der es gesehen habe, nicht mehr täuschen, wenn er der Stimme seines Herzens folge......
Band 23 (Zusatz) - Zehn Stunden auf der Jagd
Diese Geschichte könnte heutzutage als Beitrag in einer Satirezeitschrift platziert werden. Jules Verne beschreibt, mit vielen Seitenhieben und Überspitzungen die Vorbereitung der Amateurjäger auf die neue Jagdsaison. Er selbst erhält als Greenhorn eine Einladung, und so bemüht er sich hinter die Geheimnisse dieses Treibens zu kommen. Dabei teilt er kräftig aus: Die Selbstdarstellung der Jäger, die „Ernsthaftigkeit“ ihres Treibens und auch sich selbst nimmt er mit spitzer Feder aufs Korn. Natürlich hat er als geduldeter Gast so seine Probleme: Wenn er mit seiner geborgten Flinte losknallt, kann er nicht erwarten, dass die Profis die ebenfalls geschossen hatten, die Beute an ihn abtreten würden. So trennt er sich etwas von der Gruppe....
Band 24 - Keraban der Starrkopf
Jules Verne entführt uns zum Tor des Orients: Nach Konstantinopel, beidseitig des Bosporus gelegen. Dort wohnt auf der östlichen Seite, im Stadtteil Scutari (Heute: Uçkudar oder Üsküdar genannt) der reiche Tabakhändler Keraban. Dieser ist ein echtes Original: Ablehnend gegenüber den modernen Errungenschaften der Technik (nie würde er sich der Eisenbahn anvertrauen!), der Mode und allen sprunghaften Veränderungen – ist er auch noch gekennzeichnet von einem ausgeprägtem Starrsinn. Sein Handelskontor befindet sich auf der westlichen Seite des Bosporus, auf der Seite von Galata. So muss er jeden Tag mit der Fähre übersetzten. Zu Beginn des Buches lernen wir diesen Literaturschauplatz kennen.....
Band 25 - Der Südstern
Der französische Minen-Ingenieur und Chemiker Cyprien Méré reist nach Afrika, um in die dortigen Diamantenminen Arbeit zu finden. Dort schuften Digger aus aller Herren Länder, unterstützt von vielen Schwarzen die die eigentliche Knochenarbeit machen müssen. Unter der glühenden Sonne Afrikas werden sie bei der Suche nach Erfolg und Reichtum gnadenlos ausgebeutet. Cyprien Méré ist hier als Vermesser tätig, untersucht aber auch gleichzeitig die Geologie der Mine und unternimmt chemische Experimente. Dadurch ist er der reizenden Alice Watkins nahe, der Tochter des Minenbesitzers.....
Band 26 - Der Archipel in Flammen
Dies ist eher ein historischer Roman mit romantischer Färbung aus der Feder von Jules Verne. Es geht um den griechischen Unabhängigkeitskrieg gegen die Türkei. Unser Held, ein französischer Freiwilliger, gerät in so manche amourösen und martialischen Verstrickungen bis zum unvermeidlichen .....
Band 27 - Mathias Sandorf
Dieser Roman ist eine Verneigung vor Dumas Der Graf von Monte Christo und von der Anlage des Sujets her, sind einige Parallelen in den Romanen zu finden.

1867: Das Gebiet der damaligen Österreich-Ungarischen Monarchie dehnte sich flächendeckend vom Stammland bis Siebenbürgen und von Böhmen bis an die dalmatinische Adriaküste aus. Doch in Ungarn gibt es Bestrebungen, die Unabhängigkeit zurück zu erlagen. Drei Männer reffen sich heimlich in Triest: Graf Mathias Sandorf, Ladislaus Szathmáry und der Physiklehrer Stefan Báthory. Doch ihr Plan, Ungarn von der Herrschaft Österreichs zu befreien, ist verraten worden .....
Band 28 - Robur der Sieger
Was für ein Auftritt! Bei der Sitzung des US-Luftschiffer-Clubs im Weldon-Institut in Philadelphia behauptet Erfinder Robur, dass die Ballone langsam und unlenkbar seien und die Zukunft allein Fluggeräten aus Metall gehöre. Wütend gehen die Ballonfahrer auf ihn los. Robur flieht, entführt den Präsidenten des Clubs samt Sekretär und Diener in seine Flugmaschine, genannt "Albatros". Eine abenteuerliche Luftreise beginnt.....
Band 29 - Ein Lotterie Loos
Wir machen gemeinsam mit dem Autor eine gedankliche Reise nach Norwegen, in die Region Telemarken. Hier lernen wir die rührige Witwe Frau Hansen kennen, die gemeinsam mit ihren Kinder Hulda und Joël eine Gastwirtschaft im Bergland bewirtschaftet. Während die junge Hulda der Mutter zur Hand geht, verdingt sich Joël als Berg- und Reiseführer für Touristen. Als wir in die Geschichte eindringen ist Hulda voller Hoffnung: Wartet sie doch auf die Rückkehr des Fischers Ole Kamp, ihrem Verlobten. Nach einer erfolgreichen Fischereikampagne vor Neufundland soll bei der Rückkehr Hochzeit der Beiden sein. Voller Spannung erwartet sie die spärlich eintreffende Post, aber demnächst ist ihr Ole ja wieder zurück!.....
Band 29 (Zusatz) - Frritt Flacc !
„Frritt!... heult der entfesselte Sturmwind. Flacc!... Wie ein Sturzbach strömt der Regen.“ So beginnt die düstere Kurzgeschichte in einer Phantasieregion am Meer. Dort lebt der wohl situierte Arzt Dr. Trifulgas. Sein Haus bleibt aber Armen verschlossen. Es öffnet sich nur Reichen Leuten und all seine Handhabungen und ärztlichen Hilfen haben feste Honorarsätze. Mitten in der stürmischen Nacht klopft ein durchnässtes Mädchen an die Tür des Mediziners. Ihr Vater, ein armer Fischer, liegt im Sterben. Da sie jedoch ohne Mittel erscheint, hält es Trifulgas nicht für notwendig sein Haus zu verlassen. Er legt sich wieder in sein Bett. Kurz darauf klopft es wieder. Fluchend geht er zum Tor. Diesmal steht die Frau des vom Tode bedrohten Mannes da. .....
Band 30 - Nord gegen Süd
Max Popp schreibt über Vernes Anliegen im Buch: „Andere weltgeschichtliche Ereignisse, und zwar zumeist solche, die in seine Zeit fielen, hat der Dichter zu größeren Romanen verarbeitet. Zu nennen ist hier zunächst sein Roman »Nord gegen Süd«, in welchem Julius Verne den nordamerikanischen Bürgerkrieg von den Jahren 1861-1865 behandelt. Ganz ausführlich und doch knapp und klar führt er uns in die große Sklavenfrage ein, welche eine Lebensfrage der Vereinigten Staaten geworden war, und an einem schönen Beispiele, nämlich an dem Geschick der Familie Burbank, zeigt er uns die Konsequenzen, welche aus dem blutigen Ringen entstanden.“ .....
Band 31 - Le Chemin de France
Innerhalb des Zyklus 'der Voyages Extraordinaires' nahm der Roman Der Weg nach Frankreich bis dato eine Sonderstellung ein. Denn erst 2012 wurde er erstmalig deutschsprachig verlegt. Die Gründe dafür können nur vermutet werden.

Da dadurch auf die jüngst verlegte deutsche Übersetzung noch ein Copyright liegt, gibt es hier das französische Original.

Der Roman behandelt die Situation in Deutschland und Frankreich kurz vor und zu Beginn des ersten Koalitionskrieges 1792.....
Band 31 (Zusatz) - Gil Braltar
Diese Kurzgeschichte ist wieder ein satirischer Seitenhieb Vernes auf den englischen Kolonialismus. Wir lernen eine riesige Affenhorde kennen, die von einem merkwürdigen Anführer geleitet wird. Ort des Geschehens ist die iberische Halbinsel in der Nähe der Festung Gilbraltar. Obwohl der „Leitaffe“ ein Affenfell trägt, scheint er doch irgendwie anders als andere Affen zu sein. Zeitgleich wird uns das Kasernenleben der englischen Festung, die mit ihren Kanonen die Meerenge zwischen Europa und Afrika beherrscht, gezeigt. Kommandant dieser ist der als äußert hässlich beschriebene britische General MacKackmale......
Band 32 - Zwei Jahre Ferien
Die sturmgepeitschte See treibt ein hilfloses Schiff vor sich her. Der geschundene Schiffskörper, der Hauptmast ist geborsten, die Takelage hängt in Fetzen und Teile des hinteren Schanzkleides sind abgerissen, hat eine seltsame Besatzung: Sich nur mühselig auf den Beinen haltend versuchen vierzehn jährige Jungs mit dem Steuer klarzukommen. Sie kämpfen an Deck, die jüngeren haben sich im Schiffsrumpf verkrochen. Panik und Angst macht sich unter ihnen breit – ist denn keiner der Schiffsbesatzung, noch ein anderer Erwachsener an Bord? Nein - vierzehn Jungen zwischen acht und vierzehn Jahren bilden die gesamte Mannschaft. Was war passiert?......
Band 33 - Die Familie ohne Namen
Diesmal unternehmen wir eine „Kopf-Reise“ nach dem Kanada des beginnenden 19. Jahrhunderts. Dieses Land ist gerade unter englischer Regierung, nachdem die europäischen Mächte Frankreich und England schon mehrmals um den Regentschaft der Kolonie gekämpft hatten. Diese Auseinandersetzungen gingen einher mit dem Kämpf um die Unabhängigkeit der vorwiegend durch Frankokanadier besiedelten Gebiete.......
Band 34 - Kein Durcheinander
Die Originalausgabe erschien am 7. November 1889 unter dem Titel Sans dessus dessous bei Pierre-Jules Hetzel in Paris.

Die Herren des Gunclubs machen wieder von sich reden, wobei sie erst nach einer anderen spektakulären Aktion in Erscheinung treten: Der bis dato noch unerforschte Teil des Nordpols steht zur Versteigerung an. Eine weltweite Ausschreibung sichert der ganzen Welt gleiche Chancen zu. Die Nationen entsenden Vertreter, die ihre Rechte wahrnehmen sollen. Doch die „North Polar Practical Association“, eine Bietergemeinschaft aus den USA überrundet alle. ......
Band 35 - Cäsar Cascabel
Die Originalausgabe erschien im Jahre 1890 in zwei Bänden unter dem Titel César Cascabel bei Pierre-Jules Hetzel in Paris.

Cäsar Cascabel zieht als Artist schon viele Jahre durch die Vereinigten Staaten. Seine Gaukler- und Artistentruppe setzt sich vor allem aus Familienangehörigen zusammen. Nachdem Cäsar zu dem Entschluss gekommen ist, dass die Zeit reif ist zurück in seine französische Heimat zu gehen, bereitet er seine Rückkehr vor. Dabei müssen vor allem die Ersparnisse für den Transport gesichert werden. Dazu dient eine schwere Geldkassette, die dann aber die Begehrlichkeit der angeheuerten Führer weckt. Diese setzen sich mit der Kassette per Pferd ab.....
Band 36 - Mistress Branican
Die Originalausgabe erschien 1891 unter dem Titel Mistress Branican bei Pierre-Jules Hetzel in Paris.

An einem Tage im März 1875 verlässt das Segelschiff FRANKLIN unter seinem Kapitän John Branican den Hafen von San Diego in Kalifornien, USA. Ziel ist es, über Singapur Waren nach Kalkutta zu bringen. Doch Wochen vergehen und vom Schiff und deren Mannschaft gibt es keinerlei Zeichen.......
Band 37 - Das Karpathenschloß
Die Originalausgabe erschien am 20. Oktober 1892 unter dem Titel Le Château des Carpathes bei Pierre-Jules Hetzel in Paris.

Lassen wir den Autor sprechen: „Die folgende Erzählung ist nicht phantastisch, sie ist nur romantisch. Welch ein Irrtum, sie wegen ihrer Unwahrscheinlichkeit für unwahr zu halten, leben wir doch in einer Epoche, wo alles möglich ist, man muss fast sagen: wo alles bereits einmal vorgekommen ist!“ .....
Band 38 - Claudius Bombarnac
Die Originalausgabe erschien 1892 unter dem Titel Claudius Bombarnac bei Pierre-Jules Hetzel, Paris.

Dieser Roman ist ein typischer Vertreter der so genannten Reiseromane. Bereist wird diesmal Mittelasien und Nordchina. Aber noch interessanter als der eigentliche Handlungsfaden, ist aus meiner Sicht dessen Entstehungsgeschichte. Der Sohn eines Freundes von Jules Vernes, Paul Nadar, soll die Idee zum Buch geliefert haben. Paul, Sohn des Fotografen Félix Tournachon, genannt Nadar, hatte nämlich die Chance zu einer außergewöhnlichen Reise. Die Einladung zur „Jungfernfahrt“ der Bahnverbindung des Orientexpress'......
Band 39 - Der Findling
Die Originalausgaben erschienen im Jahre 1893 unter dem Titel P'tit Bonhomme bei Pierre-Jules Hetzel in Paris.

Schauplatz der Handlung ist das ausgehende 19. Jahrhundert in Irland, der grünen Insel, dem Smaragd im Meer. Damals aber ein Ort der Armut, der Menschenverachtung und der Willkür der Landbesitzer. Wer den Roman liest ohne den Autoren zu kennen, der vermutet einen Charles Dickens Roman oder einen der irischen Schriftsteller wie die McCourts, die ausschmückend von ihrer grausamen Jugend im kalten und armseligen Irland berichten. Es ist die Geschichte eines ausgesetzten Kindes,......
Band 40 - Meister Antifers wunderbare Abenteuer
Die Originalausgabe erschien 1894 unter dem Titel Les Mirifiques Aventures de Maître Antifer bei Pierre-Jules Hetzel in Paris.

Maître Antifer, eigentlich Pierre-Servan-Malo Antifer, Küstenfahrtskapitän aus Saint-Malo, hat vor Jahren von seinem Vater Thomas Antifer ein Dokument mit der Angabe einer geographischen Breite geerbt. Diese Angabe soll viele Millionen wert sein, vorausgesetzt, er findet die notwendige Ergänzung durch die dazugehörige Länge.......
Band 41 - Die Propeller Insel
Die Originalausgabe erschien 1895 in zwei Bänden bei Pierre-Jules Hetzel in Paris

Die vier französischen Musiker Yvernes, Frascolin, Pinchinat und Zorn befinden sich auf einer Kutschfahrt unterwegs von San Franzisko zum nächsten Konzert nach San Diego. Unterwegs hat man einen Unfall und die Kutsche kann nicht mit eigenen Mitteln weiterfahren. Zur Untätigkeit verbannt, beschließen die Musiker zu Fuß den nächsten Ort in Richtung San Diego aufzusuchen. Im Dunkeln gelangen sie in einen ihnen unbekannten Ort......
Band 42 - Vor der Flagge des Vaterlandes
Die Originalausgabe erschien am 16. Juli 1896 unter dem Titel Face au Drapeau bei Pierre-Jules Hetzel in Paris.

Einen Tag, nachdem der geheimnisvolle Graf d'Artigas das Sanatorium Healthful House in North Carolina besichtigt hat, wird etwas Unglaubliches entdeckt: Der geisteskranke Erfinder Thomas Roch und sein Wärter sind entführt worden! Roch der sich einbildete eine Superwaffe von unvorstellbarer Zerstörungskraft erfunden zu haben, bot diese den Weltmächten für eine unglaubliche Summe an. Von keinem ernstgenommen war er in einem Sanatorium „ruhig gestellt worden“. Warum war er jetzt entführt worden?......
Band 43 - Clovis Dardentor
Die Originalausgabe erschien einbändig am 19. November 1896 unter dem Titel Clovis Dardentor bei Pierre-Jules Hetzel in Paris.

Zwei junge Franzosen, Jean Taconnat und Marcel Lornan sind auf dem Weg nach Oran, wo sie ihre Existenz durch Beitritt in die dortigen französischen Armeeverbände sichern wollen. Aufgrund familiärer Probleme sehen sie Probleme, wirtschaftliche Sicherheit zu erlangen. Auf der Schiffspassage dorthin lernen sie den vermögenden Kleinindustriellen Clovis Dardentor kennen. Dieser offenbart den Beiden, dass er bei allem beruflichen Erfolg keinen Erben für sein Vermögen hat. Die Beiden sehen die Lösung: Da hilft nur eine Adoption!......
Band 44 - Die Eissphinx
Die Originalausgabe erschien 1897 unter dem Titel Le sphinx des glaces bei Pierre-Jules Hetzel in Paris.
„Ein reicher Weltreisender, ein Verehrer Edgar Allan Poes, ist auf eine der Kergueleninseln verschlagen worden und wartet auf ein Schiff, dass ihn in die Heimat zurückbringt. Endlich findet sich ein Schiff, und der Kapitän nimmt den Weltreisenden nach langem Zögern schließlich mit.
Er ist jedoch kaum an Bord, da bereut er es schon, gerade mit diesem Schiff, mit diesem Kapitän zu fahren, denn der scheint ein gefährlicher Phantast, vielleicht sogar ein Geisteskranker zu sein, ....."
Band 45 - Der stolze Orinoco
Die Originalausgabe erschien mit dem ersten Teil 23. Juni 1898 in Pierre-Jules Hetzel in Paris.
Der Schauplatz dieses Romans ist diesmal das ferne Venezuela, konkreter der Orinoko von der Mündung bis fast zur Quelle. Genau dieses Thema, nämlich die Klärung des exakten Verlaufes und besonders die Festlegung des „richtigen“ Quellflusses ist Streitpunkt dreier Gelehrter. Um die Frage verbindlich zu beantworten, machen sie sich auf den Weg, um dies in der Praxis zu erkunden. ......
Band 46 - Das Testament eines Exzentrikers
Die Originalausgaben erschienen im Jahre 1899 in Pierre-Jules Hetzel in Paris.
Ganz Chicago ist aus dem Häuschen: Der gerade gestorbene Millionär William J. Hypperbone lässt seine Beerdigung feiern. Nach dem letzten Willen des Mitglieds des Chicagoer Excentric Clubs, soll dies ein lustiges Ereignis sein. Spannend wird die Sache, als die sechs Sargträger unter den Einwohnern Chicagos ausgelost werden. Was erwartet die vom Los getroffenen noch? Ist doch bekannt, dass Hypperbone keine Erben hinterlässt. Er läßt sich voller Pomp in seinem eigens schon zu Lebzeiten gebautem Mausoleum beisetzen und vierzehn Tage später soll die öffentliche Testamentseröffnung sein. Die Spannung steigt, die Neugier aller Amerikaner stiegt ins Unermessliche. ......
Band 47 - Das zweite Vaterland
Für den Leser der bereits Wyss gelesen hat, stellt sich anfangs Verwirrung ein. Habe ich das nicht schon gelesen? Vernes Roman beginnt wirklich mit einer Wiederholung der Schilderung des Schiffbruchs im Original und sogar die letzten Jahre des Vorgängers werden nochmals nacherzählt. So ist die Inselgemeinde um die schweizerische Familie Zermatt inzwischen um die Schiffbrüchige Jenny und die englische Familie Wolston erweitert worden, denn Letztere ist durch eine englische Korvette auf die Insel gekommen. ......
Band 48 - Das Dorf in den Lüften
Mitten in Afrika lernen wir eine bunt zusammengewürfelte Reisegesellschaft kennen: Der Franzosen Max Huber hat sich mit dem befreundeten Amerikaner John Cort und ihrem Pflegekind Llanga, einem zehnjährigen Eingeborenenkind, dem Karawanenführer Urdax, einem Portugiesen, angeschlossen. Die Führung der Gruppe unterliegt dem Foreloper Khamis, der aus Kamerun stammt. ......
Band 49 - Die Historien von J.M. Cabidoulin
Der Walfänger „Saint Enoch“ soll zur nächsten Walfangreise auslaufen, doch es gibt noch ein Problem. Das Schiff kann aus zwei Gründen nicht in See stechen. Erstens fehlt der notwendige Schiffsarzt und zweitens der schiffseigene Böttcher.

Letztgenannter ist zur Konservierung des Fanges auf einem Walfänger ein wichtiger Mann. Er hat defekte Fässer zu reparieren, aber auch nach der Trangewinnung die Fässer zu verschließen. Kapitän Bourcart ist unglücklich, denn die bevorstehende Saison in den Südmeeren ist kurz vor der Vorbereitung. Da bewirbt sich der junge Schiffsarzt Dr. Filhiol ......
Band 50 - Die Gebrüder Kip
Das neuseeländische Schiff >James Cook< wird der Schauplatz eines Dramas, in welchem Jules Verne das maritime Umfeld mit einer spannenden Handlung, ähnlich einem Kriminalstück, verwoben hat. Der an Bord befindliche irische Quartiermeister Flig Balt und der englische Matrose Vin Mod hecken einen Plan aus, um mit roher Gewalt in den Besitz der Schiffes zu kommen. Mitleidlos wird bei einem Landgang der Kapitän Harry Gibson ......
Band 51 - Reisestipendien
Schon der Beginn der Geschichte würde auch heute noch die Herzen von Schülern schneller schlagen lassen: Zum Schuljahresabschluss wird an der „Antilian-School“ in London eine besondere Prämierung vorgenommen. Die Besten des Jahrgangs sind die Gewinner einer gestifteten, aber bis dato noch nicht näher definierten Reise geworden.

Unter großem Beifall der Kommilitonen werden die acht Preisträger, eine bunt gemischte Schülergruppe unterschiedlicher Nationen, bekannt gegeben. Die Verschiedenartigkeit der Nationen erklärt sich aus dem Umstand, dass diese Schule als „Unterrichtsanstalt für die Söhne (der) auf den Großen und Kleinen Antillen ansässiger Kolonisten gegründet worden, für junge Leute aus Antilien, wie man heutzutage schon vielfach sagt.“ gegründet worden war ....
Band 52 - Ein Drama in Livland
ie schon zaghaft in Die Gebrüder Kip versucht, handelt es sich diesmal um eine wirkliche Kriminalerzählung, die noch durch politische Ränkespiele eine besondere Note erhält. Ungewöhnlich für Verne, wird der Beschreibung der politischen Zustände in dieser Region des Baltikums viel Platz eingeräumt. Die Geschichte spielt in Livland, so wurde damals die Region der heutigen Republiken Estland und Lettland genannt. Im Zentrum der Auseinandersetzungen stehen die Widersprüche zwischen den deutschstämmigen Bewohnern und der Allianz der Einheimischen mit der russischen Administrative, ferngesteuert durch den Zaren ....
Band 53 - Der Herr der Welt
In den USA ist der Teufel los: Oberinspektor Strock von der Washingtoner Polizei erhält einen Auftrag der ganz besonderen Art: Er soll klären, was es mit dem Fahrzeug auf sich hat, welches mit wahnsinniger Geschwindigkeit über die Landstraßen der USA rast und das für alle eine ungeheure Gefahr darstellt. Dem Leser wird kurz darauf die Lösung offenbart: Robur ist wieder da! Diesmal mit einem flug-, schwimm- und fahrtauglichen Universalfahrzeug, genannt Epouvante ....
Band 54 - Der Einbruch des Meeres
Mit Band 54 endet der Zyklus der Voyages Extraordinaires. Literaturwissenschaftler tendieren zu der Meinung, dass große Teile des Werkes von Michel, dem Sohn Vernes, geschrieben wurden. Begründet wäre dies vor allem durch gesundheitliche Probleme des kurz vor dem Tode stehenden Schriftstellers. Teile des Romans sollen bereits 1902 vorgelegen haben. Trotz der offensichtlichen Hilfe des Sohnes, kann das Werk nicht an die berühmten und packenden Vorgänger der Voyages Extraordinaires anknüpfen, obwohl alle „Zutaten“ der Stilistik Vernes wieder zu finden sind.

Wir tauchen ein in die orientalische Welt der Oase von Gabes, einem Küstenort im heutigen Tunesien. Damals wehte in dieser Region die Flagge Frankreichs. Die europäischen „Herren“ Großes mit dieser Region vor: Da die Wüste Tunesiens eine riesige Senke ist, wollen sie diese in ein Binnenmeer verwandeln ....



Postum verlegt
Meist mit starker Mitwirkung / Veränderung vom Sohn Michel Verne


Der Leuchtturm am Ende der Welt
In der Nähe der gefährlichen Schiffspassage um Kap Hoorn, auf Statenland, auch Stateninsel genannt, hat Argentinien einen Leuchtturm bauen lassen. Dieser wird im Vierteljahresabstand jeweils von drei Wächtern unterhalten. Gleichzeitig ist die ziemlich verlassene Insel aber auch Unterschlupf einer Bande von Seeräubern, die sich natürlich von der Wachmannschaft des Leuchtturmes gestört fühlt ....
Der Goldvulkan
Summy Skim lebt mit sich und der Welt zufrieden in Montreal. Er hat sein Auskommen und kann sich aufgrund seiner Verhältnisse noch ein Landgut leisten, von dem aus er in den Sommermonaten regelmäßig auf die Jagd geht. Sein sein Vetter Ben Raddle, von Hause aus Ingenieur, ist nicht so ausgeglichen.

Stets nach Neuem suchend, technische Herausforderungen annehmend und stetig am Gewinn orientiert, kann er nicht die Beschaulichkeit und die innere Ruhe des Vetters teilen. Eines Tages gibt es eine Abwechslung in Summies Leben. Als Ben gerade wieder unterwegs ist, wird Summy zu einem Notar geladen. Dieser eröffnet ihm, dass die Vettern einen Claim am Miles Creek im Norden Kanadas von ihrem Onkel Josias Lacoste geerbt haben ....
Das Reisebüro Thompson & Co
Das Reisebüro Thompson & Co. ist ein Roman, der dem französischen Schriftsteller Jules Verne zugeschrieben wird. Der Roman wurde erstmals 1907 unter dem französischen Titel L´Agence Thompson and Co. veröffentlicht.

Das Reisebüro Thompson & Co. ist eines der letzten Werke Jules Vernes; der Roman wurde erst posthum veröffentlicht. Es ist nicht bekannt, wie viel Jules Verne vor seinem Tod selbst schrieb und welchen Anteil sein Sohn Michel Verne, der die nicht von Jules Verne vor seinem Tod vollendeten Werke beendete, an dem Buch hat; es kann auch sein, dass Michel Verne das Buch komplett selbst schrieb. Nach Aussagen des Biographen Volker Dehs wurden beide Bände von Jules Vernes Sohn Michel Verne geschrieben.

Der Held der Geschichte, der zur Zeit in England lebende Franzose Robert Morgan, war gerade aus seiner Stellung als Sprachlehrer für Französisch gekündigt worden. Ohne Job und Geld spazierte er durch London, als er auf folgendes Plakat aufmerksam wurde: REISEBUREAU BAKER & CO. LTD. ... Große Vergnügungsreise nach den drei Archipelen der Azoren, Madeiras und den kanarischen Inseln mit dem ausgezeichneten Dampfer „The Traveller“ ...Die geehrten Reisenden haben außer dem Fahrpreise keinerlei Unkosten. - Träger und Wagen für Ausflüge. - Unterkunft nur in Hotels erster Klasse ..... Gesucht ein sprachkundiger Führer ....
Die Jagd nach dem Meteor
Die Jagd nach dem Meteor (franz. La Chasse au météore) ist ein Roman des französischen Autors Jules Verne, der erstmals 1908 von dem Verlag Pierre-Jules Hetzel veröffentlicht wurde. Jules Verne hat das Manuskript 1901 geschrieben. Es erschien nicht mehr vor seinem Tod. Der Verleger soll Michel Verne, dem Nachlassverwalter seines Vaters nahegelegt haben den Roman optimistischer und flüssiger umzuschreiben. Der Vorabdruck erschien 1908 unter dem Titel La chasse au Météore im Le Journal in Paris. Der englische Titel des Romans lautet The Chase of the Golden Meteor.

Handlung:
In der Stadt Whaston am rechten Ufer des Potomac im US-Bundesstaat Virginia treffen sich ein Mann und eine Frau jeweils zu Pferde vor dem Haus des Richters Proth und bitten um die Hochzeit. Der Richter traut Miss Acadia Walker und Mister Seth Stanfort. In derselben Stadt lebt der Hobby-Astronom Dean Forsyth mit seinem Neffen Francis Gordon und seiner Haushälterin Mitz. Gordon ist verliebt in Jenny Hudelson, der Tochter des Doktor Sydney Hudelson und dessen Frau.

Eines Tages entdeckt Forsyth mit seinem Assistenten Omikron einen neuen Meteor. Hudelson hat den Meteor jedoch ebenfalls entdeckt....
Der Pilot von der Donau
Das Manuskript wurde von Jules Verne 1901 geschrieben. Die Fertigstellung erfolgte durch Michel Verne, der auch maßgeblich die Hauptfigur schuf.

Diese Buch ist eine Mischung zwischen Abenteuer- und Kriminalroman. Eine Bande von Verbrechern macht die Ufer der Donau unsicher. Mord und Raub beunruhigen die Bevölkerung, doch der Polizei ist es bisher nicht gelungen, die Banditen zu fassen. Da erhält der bewährter Detektiv Karl Dragoch den Auftrag, mit Hilfe einer Spezialtruppe die Bande dingfest zu machen.

Zur gleichen Zeit fährt der Fischer Ilia Brusch in seiner Jolle die Donau flussabwärts dem Schwarzen Meer zu. Er bleibt aber nicht lange allein, wie es seine Absicht gewesen war, ein Passagier drängt sich ihm auf, angeblich ein Vergnügungsreisender mit Namen Jäger. Wer sind die beiden Männer in Wirklichkeit? Wie weit sind sie in die Verbrechen verwickelt? ...
Die Schiffbrüchigen der "Jonathan"
Das Manuskript wurde von Jules Verne 1897/98 unter dem Arbeitstitel En Magellanie geschrieben. Die Hauptperson Kaw-Dier scheint auf eine reale Person zu reflektieren.

Mit den „Schiffbrüchigen....“ griff Verne erneut eine Robinsonade auf. Diesmal aber nicht als Geschichte einer kleinen vereinzelten Gruppe die um ihr Überleben kämpft, sondern er lies eine große Menschenmenge Statisten in einem Gesellschaftsmodell sein. ....
Das erstaunliche Abenteuer der Expedition Barsac
Basis dieses Buches waren Notizen und ein 50seitiges Manuskript von Jules Verne.
Michel Verne war Alleinerbe des Nachlasses. Die gefundenen Unterlagen wurden von ihm stark überarbeitet und „fertiggestellt“.

Der Roman beginnt wie ein klassischer Kriminalfall: Genüsslich beschreibt Jules Verne den gut organisierten Banküberfall auf die Central Bank in London. Durch die Art der Durchführung gerät ein Sohn des Lord Buxton Glenor in den Verdacht, seine Finger im Spiel zu haben. Wie zur Bestätigung verschwindet der verdächtigte Lewis-Robert Buxton von der Bildfläche. Aber es kommt noch ärger ....
Reise mit Hindernissen
Geschrieben von Jules Verne im Herbst und Winter 1859 bis 1860 (48 Kapitel). Die Originalausgabe erschien erst 1989.

Zwei typische Pariser gehen im Jahr 1859 auf persönliche Entdeckungsreise nach England und Schottland. Die im Buch als Jacques und Jonathan Bezeichneten sind aber keine anderen als Jules Verne selbst mit seinem Freund Hignard. Ähnlich wie später im Roman Die schwimmende Stadt, verarbeitet er reale Eindrücke und Begebenheiten zu einer mit Phantasie ergänzten Reisegeschichte.

In der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts galten England und Schottland immer noch als der Inbegriff der Industrialisierung. Diese paart sich aber mit einer herben Schönheit. Verne beschreibt die Reise als Verkettung von kleineren Pannen, um so kurzweilig dem fiktiven Leser die Beschreibungen nahe zu bringen.....
Onkel Robinson
Geschrieben von Jules Verne im Zeitraum von zirka 1869 bis 1870. Drei Bände waren geplant, zwei wurden geschrieben. 

Als Harry Clifton nach jahrelanger Tätigkeit in Asien mit Frau und Kinder in seine amerikanische Heimat zurückkehren möchte, gerät er auf ein Schiff, auf dem es schon nach wenigen Tagen zu einer Meuterei kommt. Während der dramatischen Auseinandersetzungen wird er in seiner Kabine eingesperrt. Seine Frau und ihre drei Kinder aber werden in einem Boot inmitten des Pazifiks ausgesetzt....

Geschrieben von Jules Verne 1863 (17 Kapitel). Die Originalausgabe erschien erst 1994. 
Paris im 20. Jahrhundert
Oft wird Jules Verne als Vater der Sciencefiction bezeichnet. Mit diesem Werk beweist er die Berechtigung dieser Titulierung. Es handelt sich um einen echten Sciencefiction-Roman (eine Ausnahme in seinem Gesamtschaffen) in dem er sich ausmalt, wie Paris aus damaliger Sicht in hundert Jahren aussehen könnte. Und so verblüfft er uns mit einem Panoptikum damals bestimmt innovativer Ideen und Situationsbeschreibungen, die noch heute in der Aufzählung verblüffen: „Da gibt es eine vollautomatisierte und geräuschlose Stadtbahn, gasbetriebene Personenkraftwagen, Gas-Cabs genannt, die „Photografische Telegrafie“, Schreibautomaten, elektrische Straßenbeleuchtung und elektronische Musik. Im Fleisch sind Konservierungsmittel, die Gemüsesorten stammen vom Äquator und die Luft ist bis in die Vorstädte verschmutzt.“ 

Wie schon Paul-Louis Courier sagte: "O schrecklicher Einfluß jener Rasse, die weder Gott noch König dient, ergeben den weltlichen Wissenschaften, den gemeinen Maschinenberufen! Was würde sie nicht alles anstellen, ließe man ihr freie Hand, zügellos hingegeben jenem unheilvollen Geist des Wissens, Erfindens und Perfektionierens."....



Erzählungen

Die Abenteuer der Familie Raton
Erstveröffentlicht Januar 1891 unter dem Titel: Aventures de la famille Raton.

„Alle lebenden Wesen sind der Seelenwanderung unterworfen und müssen, ehe sie zu Menschen werden, verschiedene Tierstadien durchlaufen. Gute Feen helfen ihnen dabei, während böse Zauberer versuchen, diese Entwicklung umzukehren. In dieser Situation befindet sich die große Familie Raton.

Dieses Märchen ist eine Mischform aus Jules Vernes geläufigen Abenteuerromanen und den Gattungen Märchen und Tierfabeln, auf die es durch Zitate, Versatzstücke und Anspielungen verweist und die es parodiert. Ein Kunstmärchen, das sich selbst nicht ernst nimmt, aber auf verschiedenen Ebenen deut- und lesbar ist. Es bezieht seine Komik vor allem aus Wortspielen, den Verwandlungen der Familie Raton in andere Tiere, die jeweils die eigenwilligen Charakteren ihrer Mitglieder entsprechen. - Das Märchen enthält viele autobiographische Anspielungen, die sich wohl daraus erklären, dass Jules Verne dieses Märchen im Alter und zu einer Zeit der tiefen Depression als eine Art Bilanz schrieb. Er selbst stellt sich in dem menschenverachtenden, gichtigen und „philosophischen“ Vater Raton dar. ....
Ein Drama in den Lüften
Die Urfassung dieser Kurzgeschichte wurde 1851 von Jules Verne unter dem Titel La science en famille. Un voyage en ballon. geschrieben und in der Zeitschrift Musée veröffentlicht.

Diese Erzählung eines reisenden Ballonfahrers ist die erste Auseinandersetzung Jules Vernes mit der Faszination des Fliegens. Ein Aeronaut nutzt Jahrmärkte in unterschiedlichen Städten, um sich durch die Mitnahme von Passagieren sein Geld zu verdienen. In Deutschland, ganz konkret in Frankfurt, bekam er allerdings Probleme: Offensichtlich hatte den schon fest zugesagten Passagieren der Mut verlassen – sie erschienen nicht zum vereinbarten Termin am Startplatz. Da der Ballonaufstieg aber gleichzeitig ein Punkt des Festprogramms des Septembermarktes war, beschloss er, allein aufzusteigen.

Doch genau während des Ablegens sprang in letzter Sekunde noch ein Passagier in die Gondel ...
Ein Drama in Mexico
Die Geschichte beginnt am 18. Oktober 1825. Zwei spanische Kriegsschiffe, die „Asia“ und die „Constanzia“, bereits seit über einem halben Jahr von ihren Heimathäfen getrennt, laufen die Insel Guam an, die zur Zeit der Geschichte noch zu den Phillippinen gehörte (1898 von den USA erworben). Dort verschwören sich die Mannschaften, geführt vom abtrünnigen Leutnant Martinez und dem Marsgast José gegen die spanische Schiffsführung ...
Eine Überwinterung im Eise
Die damalige Zeit hatte ihre Helden, die offensichtlich Verne zu dieser Erzählung inspirierten. „Keine Frage beschäftigte die wissenschaftlichen Kreise mehr als die, wo der Nordpol zu suchen und wie die Verhältnisse am Nordpol seien.

Um diese Frage zu lösen, wurde besonders der Weg an der Westküste von Grönland entlang von den Amerikanern und Engländern gewählt um zum Pol vorzudringen...“ In aller Munde war die Expedition Sir John Franklins und seiner Männer, der am 18. Mai 1845 von Greehithe bei London mit seinem Schiff Terror und der Erebus zum Pol startete. Er galt ab 1847 als verschollen ....
Eine ideale Stadt
Jules Verne hält als Mitglied der Akademie von Amiens am 12. Dezember 1875 vor der öffentlichen Jahresversammlung eine Rede. In seiner Rede nutzte er, wie auch schon bei anderen Kurzgeschichten, die Mittel der Satire, um Seitenhiebe an seine Zeitgenossen auszuteilen und um Vorstellungen zur möglichen Entwicklung der Stadt Amiens möglichst ungezwungen an seine Zuhörer zu bringen.

Textausschnitt: Seinen Vortrag hat er so angelegt, dass er den Mitgliedern der Akademie quasi eine Kurzgeschichte erzählt. Einstieg ist die Beschreibung der „Tatsache“, dass er nach einem festen und langem Schlaf einen Spaziergang durch Amiens durchgeführt hat. Dabei musste er mit Verwunderung feststellen, dass sich einiges seit seinen letzten Rundgängen verändert hat. Dem damaligen Zuhörer und heute dem Leser wird schnell klar, dass Verne die fiktive Zukunft Amiens mit seinen schriftstellerischen Möglichkeiten ausmalt.....
Eine Idee des Doctor Ox
Die Kurzgeschichte wurde vom März bis Mai 1872 von Jules Verne als "Nouvelles. Une fantaisie du Docteur Ox" geschrieben.

Die Beschreibung der flandrischen Stadt Quiquendone macht uns mit einem ganz besonderen Schlag von Menschen bekannt: Ein Anhäufung von Phlegmatikern und Spießbürgern. Hier ticken die Uhren anders, alles geht seit Jahrhunderten seinen „geregelten Gang“. So wundert es uns auch nicht, dass die Entschlüsse des Stadtrates und des Bürgermeisters Tricasse jahrzehntelang benötigen, bis sie einer Entscheidung zugeführt werden. Aber dies soll auch auch heutzutage und anderen Orts noch passieren ...

Aber wieder zur Geschichte: In das Allerlei des Alltags kommt jetzt Bewegung: Ein Zugereister, der Techniker Doktor Ox, will mit seinem Gehilfen eine Neuerung einführen ....
Meister Zacharius
Die Erstausgabe erschien unter dem Titel "Maître Zacharius ou l'horloger qui avait perdu son âme. Tradition genevoise" im April und Mai 1854 in der Zeitschrift Musée.

Vor einer nicht näher definierten Zeit, die wahrscheinlich zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert angesiedelt ist, wohnt am Rande des Genfer Sees in der damals noch kleinen Stadt Genf der Uhrmachermeister Zacharius. Sein Haus und die Werkstatt ist auf einer kleinen Rhone-Insel im Zufluss des Sees gebaut, recht abenteuerlich auf schon ziemlich verrotteten Pfählen gegründet. Zacharius, Uhrmacher mit Leib und Seele, hat einige kleinere Erfindungen gemacht, die ihm als Mechaniker einen über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Ruf verschafften. Gerade seine von ihm entwickelte Ankerhemmung brachte ihn eine Anerkennung, die ihn mit Stolz, aber auch mit Überheblichkeit erfüllte ....
Herr Dis und Fräulein Es
Erstveröffentlicht Weihnachten 1893.

Die ganze Geschichte ist angelegt wie eine literarische Phantasie eines Edgar Allan Poe oder eines E.T.A. Hoffmann. Hinter den Namen Herr Dis und Fräulein Es verbergen sich zwei Kinder aus der Schweiz, die diese Spitznamen erhielten. Beide verfügen über die gleiche Stimmlage und singen im Kirchenchor des kleinen Örtchens Kalfermatt. Dem Organisten und gleichzeitigem Chorleiter Meister Effarane (von „effrayant“ – Angst einflössend) stört die Harmonie der Beiden. In mystisch verklärtem Verlauf der Geschichte verwandelt der diabolische Chorleiter die Chorkinder in ihren Träumen in ...
Die Meuterer von der Bounty
Diese Kurzgeschichte erschien 1879 unter dem Titel Les révolté de la Bounty als Anhang der VE 18 mit dem Buch Die 500 Millionen der Begum.

Die Story ist vielen bekannt: Das bewaffnete Transport- und „Forschungs“-Schiff „Bounty“ verlässt 1787 den englischen Hafen Porthmouth. Ihr Kommandant, Leutnant Bligh soll auf den noch unerforschten Südseeinseln, die auch schon damals der Inbegriff des irdischen Paradieses waren, Schößlinge des Brotfruchtbaumes holen. Sie sollten später in Westindien angepflanzt werden. Dieses Schiff wird in Folge, allen voran der erste Offizier Fletcher Christian, von Meuterern erobert und Bligh wird zusammen mit anderen Besatzungsmitgliedern in einer Schaluppe ausgesetzt.

In der Erzählung Vernes passiert etwas typisches „vernemäßiges“: Während andere Literaten immer den dramatischen Höhepunkt der Meuterei in den Mittelpunkt stellten, findet Verne die Irrfahrt von Bligh, die eine nautische Höchstleistung darstellt, als besonders berichtenswert. Dieser Erzählweise der nautischen, geographischen und allgemein wissenschaftlichen Leistungen findet seinen Höhepunkt in den von 1864 bis 1880 geschriebenen Geographie- und Geschichtsbüchern Vernes.
Martin Paz
Die Urfassung wurde von Jules Verne im Juli 1852 veröffentlicht.

Im südamerikanischen Peru spaltet sich zu Zeiten der Geschichte die Gesellschaft in drei große Hauptgruppen: Den Erben der spanischen Kolonisatoren, den daraus hervorgegangen Mischlingen, den Mestizen und den Eingeborenen, in der Geschichte stets Indianer (nicht Indios) genannt. Aus diesen gesellschaftlichen Gruppen kommen die Hauptakteure der Geschichte: Der Marquis Don Vergal, dem sein Vermögen langsam durch die Finger rinnt, der aufstrebende neureiche Mestizen Andreas Certa und der Indianer Martin Paz. Ergänzend lernen wir noch den Geldleiher, Kaufmann und Spielbankbesitzer, den unsympathisch dargestellten Juden Samuel und dessen reizende Tochter Sarah kennen. Vorhang auf! Ort des Geschehens: Lima – Die Verwicklungen beginnen ...



Geographie- und Geschichtsbücher

Die Entdeckung der Erde
Jules Vernes meisterhaftes Buch erzählt die Geschichte der Entdeckung unseres Planeten bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Inhalt:
Erster Theil.
Erstes Capitel. Berühmte Reisende vor der christlichen Aera.
Zweites Capitel. Berühmte Reisende vom 1. bis zum 9. Jahrhundert.
Drittes Capitel Berühmte Reisende vom 10. bis zum 13. Jahrhundert.
Viertes Capitel. Marco Polo (1253-1324).
Fünftes Capitel. Ibn Batuta (1328-1353).
Sechstes Capitel. Johann von Bethencourt.
Siebentes Capitel. Christoph Columbus (1436-1506)
Achtes Capitel. Die Eroberung Indiens und der Gewürzländer.

Zweiter Theil.
Erstes Capitel. Die Conquistadoren von Mittel-Amerika.
Zweites Capitel. Erste Reise um die Erde.
Drittes Capitel. Die Polar-Expeditionen und die Aufsuchung der Nordwestpassage.
Viertes Capitel. Abenteurer-Reisen und Kaperkriege.
Fünftes Capitel. Missionäre und Kolonisten. Kaufleute und Lustreisende.
Sechstes Capitel. Schluß.
Die großen Seefahrer des 18. Jahrhunderts
Jules Verne schreibt die Geschichte der Entdeckung der Erde, er berichtet von den Fahrten und Abenteuern der Entdecker des 18. und 19. Jahrhunderts wie Cook, Vancouver, Mackenzie, Bering, Alexander von Humboldt u.a.; dieses einzigartige Buch bringt darüber hinaus eine Fülle von ethnologischen, geographischen und soziologischen Beobachtungen und Informationen ....
Der Triumph des 19. Jahrhunderts
Das Buch behandelt die Reisen und Geheimmissionen von Europäern in Vorderasien sowie Indien. Denn diese erforschten dort (oft auch als muslimische Pilger oder Kaufleute verkleidet) nicht nur schwer zugängliche Regionen, sondern spionierten zugleich auch die Völker und Herrscher aus, um ihr Wissen der britischen Regierung zur Verfügung zu stellen.

Nach Asien wendet sich der Blick dann auf die „Erforschung und Kolonisierung Afrikas“, worin wieder die Briten die Vorreiter bildeten. Drittens sind es die ebenfalls meist mehrjährigen Polar-Expeditionen, die von den Teilnehmern physisch und psychisch viel abverlangten, mit denen Jules Vernes Sammlung von Abenteurergeschichten komplettiert wird. Durch die hohe Anzahl und Ähnlichkeit der Reisen bleibt es nicht aus, dass die Kompilation Wiederholungen aufweist. Dies wird jedoch durch die lebendige Schilderung der abenteuerlichen Ereignisse durch den Erzähler wettgemacht – vor allem aber dadurch, dass Verne präzise vorstellt, wie sich die von ihm gerühmten Pioniere der Globalisierung benahmen.

Die Auszüge aus den Reiseberichten geben hierbei einen spannenden Einblick in ihre Denk- und Verhaltensweise. Der Leser geht mit auf Fahrt, lernt die Fremde aus der Perspektive der Westler kennen und beobachtet die Behandlung der Ureinwohner, genauso wie er auch von der Aufnahme der Weißen durch die „Natives“ erfährt. Die Kehrseite dieser Erfolgsgeschichte ist – das macht der Erzähler allerdings auch deutlich – vielfach Scheitern: Schiffe kommen in Not, müssen ihre Fahrten ergebnislos abbrechen und heimkehren oder geraten in einen Sturm und gehen unter. Erreichen die Seefahrer und Forscher aber ihr Ziel, führen nicht selten Missverständnisse zu Konflikten, die Misstrauen schaffen und denen auf beiden Seiten Menschen zum Opfer fallen. Die meisten Begegnungen sind jedoch friedlicher Natur. Neugierde und Faszination sind stärker und das Bedürfnis, eigene Waren abzusetzen und exotische Produkte zu erwerben. Genauso groß ist auch der Wunsch, Ruhm zu erlangen, sich neues Wissen anzueignen und fremde Länder in Besitz zu nehmen.

 

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