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Sigmund Freud

Sigmund FreudSigmund Freud (1856 – 1939)
Die Stimme des Intellekts ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör geschafft hat.

Sigmund Freud (geboren als Sigismund Schlomo Freud) wurde am 6. Mai 1856 in Freiberg in Mähren geboren und starb am 23. September 1939 in London. Der Wiener Nervenarzt begründete die Psychoanalyse und veränderte mit seiner Lehre vom Unbewussten das Menschenbild des 20. Jahrhunderts; als Schriftsteller erhielt er 1930 den Goethepreis der Stadt Frankfurt.

Freud war der Sohn eines jüdischen Wollhändlers, der 1860 mit der Familie nach Wien zog. Er studierte dort Medizin, arbeitete im physiologischen Labor Ernst Brückes und am Allgemeinen Krankenhaus und ging 1885 zu Jean-Martin Charcot nach Paris, dessen Hysterie-Studien ihn auf die seelischen Ursachen körperlicher Leiden aufmerksam machten. 1886 eröffnete er in Wien eine Praxis und heiratete Martha Bernays.

Aus der Zusammenarbeit mit Josef Breuer entstanden die „Studien über Hysterie“ (1895). Mit der „Traumdeutung“ (1900) legte Freud das Grundbuch der Psychoanalyse vor; es folgten „Zur Psychopathologie des Alltagslebens“ (1904), „Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“ (1905) und die großen Fallgeschichten. In der Berggasse 19 sammelte sich ab 1902 ein Kreis von Schülern, aus dem die Wiener Psychoanalytische Vereinigung hervorging; Trennungen von Alfred Adler und C. G. Jung folgten.

Nach dem Ersten Weltkrieg erweiterte Freud seine Theorie um den Todestrieb („Jenseits des Lustprinzips“, 1920) und das Strukturmodell von Es, Ich und Über-Ich („Das Ich und das Es“, 1923). In den kulturtheoretischen Schriften „Die Zukunft einer Illusion“ (1927) und „Das Unbehagen in der Kultur“ (1930) wandte er die Psychoanalyse auf Religion und Gesellschaft an. Seit 1923 litt er an Gaumenkrebs und ertrug mehr als dreißig Operationen.

Nach dem Anschluss Österreichs 1938 gelang Freud mit Hilfe von Marie Bonaparte und Ernest Jones die Ausreise nach London; vier seiner Schwestern wurden später in Konzentrationslagern ermordet. In England vollendete er „Der Mann Moses und die monotheistische Religion“ (1939). Schwer krank bat er seinen Arzt um die abschließende Morphiumgabe und starb am 23. September 1939.

Freuds Werk ist als Wissenschaft umstritten und in vielen Einzelannahmen überholt; seine Begriffe – Verdrängung, Übertragung, Fehlleistung, Ödipuskomplex – gehören dennoch zum Vokabular der Moderne. Seine Schriften sind zugleich Prosa von hohem Rang, in der Fallgeschichte, Selbstanalyse und Essay ineinander übergehen.

Werke:

ebook Sigmund Freuds Schriften
(6)
Sigmund Freud war weit mehr als der 'Vater' der Psychoanalyse. Seine enorme Bedeutung für die Entwicklung der psychologischen Disziplinen wie für die Kulturgeschichte insgesamt ist unbestritten.

Dieser Band versammelt die Schriften von Sigmund Freud (1856–1939):

Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse und Neue Folge:
Vorlesungen zur Einführung in die .... Weiterlesen...
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 Sigmund Freud   Deutsch  CC 3: by-nc-nd  12.08.2014  22.84 MB  2788  18.926

 

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