Knut Hamsun
Knut Hamsun (1859 – 1952)Erst im Wald kam alles zur Ruhe in mir, meine Seele wurde ausgeglichen und voller Macht.
Knut Hamsun (geboren als Knud Pedersen) wurde am 4. August 1859 in Vågå geboren und starb am 19. Februar 1952 auf seinem Hof Nørholm bei Grimstad. Der norwegische Nobelpreisträger von 1920 gehört zu den Begründern des modernen Romans und zu den umstrittensten Figuren seiner Literatur.
Als Kind armer Bauern kam er 1862 nach Hamarøy im Nordland, wo er Jahre unter der Zucht eines strengen Onkels verbrachte. Nach Jahren als Ladengehilfe und Wanderlehrer suchte er zweimal sein Glück in Amerika und kehrte mit einer Streitschrift gegen das dortige Geistesleben (1889) zurück.
Der Durchbruch kam mit „Hunger“ (1890), der Innenansicht eines hungernden Schriftstellers in Christiania, geschrieben gegen den Realismus der älteren Generation. „Mysterien“ (1892), „Pan“ (1894) und „Victoria“ (1898) vertieften diese Kunst des sprunghaften, unbewussten Seelenlebens; in Novellenbänden wie „Siesta“ (1897) und „Kratskog“ (1903), aus dem „Sklaven der Liebe“ stammt, zeigt sie sich in kleiner Form.
Mit „Segen der Erde“ (1917), dem Epos eines Siedlers in der Wildnis, erhielt er 1920 den Nobelpreis. Hamsuns Verachtung der Moderne, Englands und der Demokratie führte ihn in den 1930er Jahren zur Unterstützung des Nationalsozialismus; während der deutschen Besetzung Norwegens traf er Hitler und schrieb 1945 einen Nachruf auf ihn. Nach dem Krieg wurde er psychiatrisch begutachtet und 1947 zu einer hohen Geldstrafe verurteilt; „Auf überwachsenen Pfaden“ (1949) ist seine Rechtfertigung.
Thomas Mann, Hermann Hesse, Franz Kafka und Ernest Hemingway haben ihn als Lehrer genannt. In Deutschland erschienen seine Werke beim Verlag Albert Langen, zuletzt in den Übersetzungen von J. Sandmeier, die seinen Ton für Generationen von Lesern prägten.
Werke:
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Knut Hamsun
Deutsch
06.11.2015
1.87 MB
76
6.853