Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770 – 1831)Wenn die Philosophie ihr Grau in Grau malt, dann ist eine Gestalt des Lebens alt geworden, und mit Grau in Grau lässt sie sich nicht verjüngen, sondern nur erkennen; die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug.
Georg Wilhelm Friedrich Hegel, geboren am 27. August 1770 in Stuttgart, gestorben am 14. November 1831 in Berlin, war ein deutscher Philosoph. Als Vollender des deutschen Idealismus entwarf er ein System, das Logik, Natur und Geist als Momente einer einzigen, sich selbst entfaltenden Vernunft begreift, und prägte das Denken des 19. und 20. Jahrhunderts wie kaum ein anderer.
Der Sohn eines württembergischen Rentkammersekretärs besuchte das Stuttgarter Gymnasium und trat 1788 in das Tübinger Stift ein, wo er mit Hölderlin und Schelling die Stube teilte.
Die drei begeisterten sich für die Französische Revolution und sollen ihr zu Ehren einen Freiheitsbaum gepflanzt haben. Statt Pfarrer zu werden, ging Hegel als Hauslehrer nach Bern und Frankfurt und arbeitete sich in jahrelanger Stille durch Theologie, Ökonomie und Politik.
1801 habilitierte er sich in Jena, wo er unter Schellings Fittichen begann und sich bald von ihm löste. In den Tagen der Schlacht von Jena 1806 vollendete er die „Phänomenologie des Geistes“ (1807), das Buch, das den Weg des Bewusstseins bis zum absoluten Wissen nachzeichnet. Es folgten Jahre als Zeitungsredakteur in Bamberg und als Gymnasialrektor in Nürnberg, in denen die „Wissenschaft der Logik“ (1812–1816) entstand, das Kernstück des Systems mit seiner Lehre von Sein, Wesen und Begriff.
Nach einer Professur in Heidelberg, wo die „Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften“ (1817) erschien, wurde Hegel 1818 auf Fichtes Lehrstuhl nach Berlin berufen. Die „Grundlinien der Philosophie des Rechts“ (1820) und die Vorlesungen über Ästhetik, Religion und Geschichte der Philosophie machten ihn zum einflussreichsten Denker Preußens, umgeben von einer Schule und angefeindet von Schopenhauer, der ihn für einen Scharlatan hielt.
Hegel starb 1831, vermutlich an einer Magenkrankheit, inmitten einer Choleraepidemie. Sein Erbe spaltete sich in Rechts- und Linkshegelianer; Marx stellte die Dialektik „vom Kopf auf die Füße“, und von Kierkegaard bis Adorno, von der Phänomenologie bis zur Kritischen Theorie blieb sein Werk der Bezugspunkt, an dem die Philosophie sich abarbeitet.
Werke:
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Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Deutsch
29.01.2005
1.14 MB
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15.082