H.P. Lovecraft
Howard Phillips Lovecraft (1890 – 1937)Das älteste und stärkste Gefühl der Menschheit ist die Angst, und die älteste und stärkste Form der Angst ist die Angst vor dem Unbekannten.
Howard Phillips Lovecraft (H. P. Lovecraft), geboren am 20. August 1890 in Providence, Rhode Island, gestorben am 15. März 1937 ebenda, war ein amerikanischer Schriftsteller. Zu Lebzeiten kaum über die Leserschaft billiger Magazine hinaus bekannt, gilt er heute als der einflussreichste Autor der unheimlichen Literatur im 20. Jahrhundert.
Sein Vater wurde 1893 in eine Nervenheilanstalt eingewiesen und starb dort 1898; der Junge wuchs im Haus des wohlhabenden Großvaters auf, der ihm Schauergeschichten erzählte und die Bibliothek öffnete. Kränklichkeit und ein Nervenzusammenbruch 1908 verhinderten den Schulabschluss; nach dem Tod des Großvaters verarmte die Familie.
Den Weg zur Literatur fand er 1914 über die Amateurpresse, deren Vereine ihm Freunde und Korrespondenten verschafften. Mit „The Tomb“ und „Dagon“ (beide 1917) begann das erzählerische Werk, das ab 1923 vor allem im Magazin „Weird Tales“ erschien. Die Ehe mit der Hutmacherin Sonia Greene (1924) und zwei Jahre in New York endeten in Arbeitslosigkeit und Trennung; 1926 kehrte er zu seinen Tanten nach Providence zurück.
Dort entstanden in einem Jahrzehnt fast alle Erzählungen, die seinen Ruhm begründen: „The Call of Cthulhu“ (1926), „The Colour out of Space“ (1927), der Roman „The Case of Charles Dexter Ward“ (1927), „At the Mountains of Madness“ (1931) und „The Shadow over Innsmouth“ (1931). Sie entwerfen einen Kosmos, in dem der Mensch eine bedeutungslose Zufallserscheinung inmitten uralter, gleichgültiger Mächte ist. Daneben schrieb er den Essay „Supernatural Horror in Literature“ (1927) und einen Briefwechsel von geschätzt mehreren zehntausend Briefen.
Lovecraft lebte vom Überarbeiten fremder Manuskripte und starb, von Darmkrebs gezeichnet, in Armut. In seinen Briefen und frühen Gedichten äußerte er rassistische und antisemitische Ansichten, die er nie widerrief und die in Teilen seines Werks spürbar sind; die Forschung setzt sich damit offen auseinander.
Sein Nachleben verdankt er August Derleth und Donald Wandrei, die 1939 den Verlag Arkham House gründeten, um sein Werk in Buchform zu retten, und den Begriff des „Cthulhu-Mythos“ prägten. Von Stephen King über Jorge Luis Borges und Michel Houellebecq bis zu Film, Musik und Rollenspiel reicht sein Einfluss. Die Zulu-Ausgabe versammelt die Erzählungen im englischen Original.
Werke:
|
H.P. Lovecraft
Englisch
13.05.2019
7.78 MB
708
5.720