Solomon Northup
Solomon Northup (1807/1808 – nach 1857)Mein Ziel ist es, eine aufrichtige und wahrheitsgemäße Darstellung der Tatsachen zu geben: die Geschichte meines Lebens ohne Übertreibung zu erzählen und es anderen zu überlassen, ob selbst die Seiten der Dichtung ein Bild grausameren Unrechts oder härterer Knechtschaft zeigen.
Solomon Northup wurde im Juli 1807 oder 1808 in Minerva im Bundesstaat New York als freier Afroamerikaner geboren; sein Todesdatum und sein Sterbeort sind unbekannt, die letzte gesicherte Nachricht stammt aus dem Jahr 1857. Sein Bericht „Twelve Years a Slave“ gehört zu den wichtigsten Zeugnissen der amerikanischen Sklaverei.
Northups Vater Mintus war ein freigelassener Sklave, der als Farmer zu bescheidenem Wohlstand kam. Solomon heiratete 1829 Anne Hampton, arbeitete als Landwirt, Flößer und Zimmermann und war in Saratoga Springs als Geiger gefragt.
Im Frühjahr 1841 lockten ihn zwei angebliche Zirkusagenten mit dem Versprechen von Auftritten nach Washington, betäubten ihn und verkauften ihn an einen Sklavenhändler. Unter dem Namen „Platt“ gelangte er nach Louisiana, wo er zwölf Jahre lang als Sklave gehalten wurde, zuletzt zehn Jahre auf der Baumwollplantage des gewalttätigen Edwin Epps am Red River. Erst ein kanadischer Zimmermann wagte es 1852, Briefe in den Norden zu schmuggeln; im Jänner 1853 wurde Northup befreit und kehrte zu seiner Familie zurück.
Noch im selben Jahr erschien „Twelve Years a Slave“, nach seinen Erzählungen aufgezeichnet vom Anwalt und Schriftsteller David Wilson. Das Buch verkaufte sich binnen drei Jahren rund 30 000 Mal, erschien im Jahr nach „Onkel Toms Hütte“ und galt als dessen Bestätigung aus erster Hand; seine Genauigkeit in Namen, Orten und Daten hat die spätere Forschung bestätigt. Die Prozesse gegen seine Entführer und den Händler verliefen im Sande, weil ein Schwarzer vor Gericht nicht gegen Weiße aussagen durfte.
Northup trat danach als Redner der Abolitionisten auf und soll Flüchtlingen der Underground Railroad geholfen haben; nach 1857 verliert sich seine Spur. Sein Buch geriet lange in Vergessenheit, bis es 1968 in einer kommentierten Ausgabe neu herauskam. Steve McQueens Verfilmung „12 Years a Slave“ (2013) erhielt den Oscar als bester Film und machte den Namen Northup weltweit bekannt.
Werke:
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Solomon Northup
Englisch
17.05.2016
4.1 MB
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6.818