Bernd Lutterbeck
Bernd Lutterbeck (1944 – 2017)Wissen ohne jede Diskriminierung für jeden interessierten Leser verfügbar zu machen – auch das muss ein Ziel gewesen sein.
Bernd Lutterbeck (8. August 1944 – 16. Dezember 2017) war Jurist und Informatiker und gilt als einer der Begründer des Fachs „Informatik und Gesellschaft“ in Deutschland.
Er studierte Rechtswissenschaft und Betriebswirtschaft in Tübingen und Kiel und wurde 1976 in Regensburg bei Wilhelm Steinmüller mit der Arbeit „Parlament und Information“ promoviert. Von 1974 bis 1978 lehrte er am Fachbereich Informatik der Universität Hamburg, anschließend arbeitete er bis 1984 beim Bundesbeauftragten für den Datenschutz in Bonn.
Von 1984 bis 2009 war er Professor an der Technischen Universität Berlin, wo er das Fachgebiet Informatik und Gesellschaft vertrat, zeitweise zugleich als Professor der Aktion Jean Monnet für europäische Integration. Seine Schwerpunkte lagen im Datenschutz- und Informationsrecht sowie in der Verwaltungsinformatik; seine Überlegungen fanden Eingang in die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur informationellen Selbstbestimmung. Er wirkte an den Ethischen Leitlinien der Gesellschaft für Informatik mit und war in Berlin-Friedenau Sprecher einer Stolperstein-Initiative.
Gemeinsam mit Matthias Bärwolff und Robert A. Gehring gab er das „Open Source Jahrbuch“ heraus, das von 2004 bis 2008 in fünf Bänden mit 158 Beiträgen erschien, von Studierenden seines Fachgebiets redigiert wurde und unter Creative-Commons-Lizenzen frei zugänglich war – ein praktisches Beispiel für den offenen Umgang mit Wissen, den er selbst vertrat.
Werke:
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Bernd Lutterbeck
Deutsch
04.06.2006
6.43 MB
292
17.430