Francis Nenik
Francis Nenik (geb. 1981)Wichtig ist am Ende nur eins: dass wir etwas tun gegen die Selbstgefälligkeiten und die Konzentration von Macht und Kapital in den Händen weniger.
Francis Nenik ist das Pseudonym eines 1981 geborenen Schriftstellers, der in Leipzig aufwuchs; sein bürgerlicher Name ist nicht öffentlich. Hauptberuflich arbeitet er als Landwirt, geschrieben wird in der freien Zeit – eine Konstellation, die zu seiner Haltung passt, Literatur vom Betrieb fernzuhalten.
Sein Debüt „XO“ erschien 2012 bei ed. cetera in Leipzig: ein Roman als Loseblattsammlung, im Karton mit Banderole ausgeliefert – schon die Form war ein Einspruch gegen die Gewohnheiten des Buchmarkts.
Danach folgten sehr unterschiedliche Bücher: „Alliterationen“ (2013), streng alliterierende Geschichten; die Essaybände „Doppelte Biografieführung“ und „Münzgesteuerte Geschichte“ (beide 2016); „Reise durch ein tragikomisches Jahrhundert“ (2018), das auf die Hotlist der unabhängigen Verlage kam; „Seven Palms“ (2018) über das Haus Thomas Manns in Los Angeles; das über tausend Seiten starke „Tagebuch eines Verwahrlosten“ (2021) zu den Trump-Jahren. Für „E. oder Die Insel“ (2021), das sich mit der nationalsozialistischen „Euthanasie“ befasst, erhielt er den Anna-Seghers-Preis 2021. Dazu kam der Audible-Podcast „Schauergeschichte“ (2021); mehrere seiner Texte liegen in englischer Übersetzung vor, unter anderem von Katy Derbyshire.
Nenik ist ein überzeugter Verfechter freier Lizenzen. Im Essay „Publish and be Free“ (2016) hat er diese Haltung begründet, viele seiner Texte stellt er auf the-quandary-novelists.com frei zur Verfügung – und auch „XO“ und der „Report (23/02/2013)“ erschienen unter freien Lizenzen, Übersetzungen ausdrücklich eingeschlossen.
Werke:
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Francis Nenik
Deutsch
30.06.2014
4.17 MB
853
7.777