Aleš Pickar
Aleš Pickar (geb. 1971)In diesem Sinne, blättern Sie um. Ihre Probleme haben gerade erst begonnen …
Aleš Pickar, geboren 1971 in Děčín in der damaligen Tschechoslowakei, ist ein deutsch-tschechischer Schriftsteller, Musiker und Publizist. Aufgewachsen in Prag, kam er 1989 als Jugendlicher nach München und verbrachte dort seine späten Jugendjahre ohne Aufenthaltserlaubnis, ohne festen Wohnsitz und ohne Schulabschluss – er las viel und hielt sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser.
In den 1990er Jahren gehörte er zu den Mitgründern des Underground-Labels Ant-Zen und spielte in der Band Concrescence, aus der später das Duo Tidal Flow hervorging. Mitte des Jahrzehnts war er einige Jahre in Indien unterwegs; Reisen führten ihn auch nach Indonesien und auf den Balkan.
Neben Brotberufen wie dem des Postzustellers engagierte sich Pickar über viele Jahre für Frauenrechtsgruppen und gegen Menschenhandel; als Editor wirkte er 2004 am tschechischen Länderbericht einer ECPAT-Studie zum Kinderhandel mit. Mit etwa dreißig begann er, lange Geschichten zu schreiben.
Daraus entstand die Reihe „In den Spiegeln“, deren Texte sich als Manuskript eines gewissen Jan-Marek Kámen ausgeben – ein Spiel mit Erzählerstimme und Wirklichkeit, das die Reihe prägt. Die ersten drei Teile, „Das Haus der Kraniche“, „Evelyn“ und „Aion“, erschienen gesammelt als „Die dunkle Stadt“ (Vedra Verlag, später Anna macht Urlaub, München) und wurden 2011 für den Deutschen Phantastik Preis nominiert; es folgten „Palladion“ (2012) und „Imaginäre Freunde“ (2013).
Mit der Fantasy-Trilogie „Kalion“ (Periplaneta, Berlin 2017–2019) wechselte er das Genre, nicht die Handschrift. Pickar lebt in Mittelfranken.
Werke:
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Aleš Pickar
Deutsch
13.01.2012
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