Heinrich Alfred Schmid
Heinrich Alfred Schmid (1863 – 1951)Böcklin ist im Leben dem Vorteil stets aus dem Wege gegangen, wenn seine Kunst gefährdet schien.
Heinrich Alfred Schmid wurde am 19. Juli 1863 in Basel geboren und starb dort am 1. April 1951. Der Schweizer Kunsthistoriker lehrte in Würzburg, Berlin, Basel, Prag und Göttingen und gehörte zu den Gelehrten, die um 1900 die deutsche Malerei der Dürerzeit und das Werk Arnold Böcklins wissenschaftlich erschlossen.
Schmid studierte zunächst evangelische Theologie und Philosophiegeschichte in Basel, Berlin und Göttingen und legte 1886 in Basel das theologische Staatsexamen ab. Danach wandte er sich der Kunstgeschichte zu, wurde 1888 in München mit einer Arbeit über den Augsburger Maler Hans Burgkmair promoviert und arbeitete an der Inventarisierung der Kunstdenkmäler Bayerns mit.
Nach der Habilitation in Würzburg (1892) und Jahren als Privatdozent in Berlin wurde Schmid 1901 Nachfolger Heinrich Wölfflins in Basel, 1904 Professor an der deutschen Universität Prag und 1912 Ordinarius in Göttingen. 1919 kehrte er endgültig nach Basel zurück, wo er bis zur Emeritierung 1937 lehrte und zugleich bis 1925 die Öffentliche Kunstsammlung leitete.
Als Basler hatte Schmid den alten Böcklin noch persönlich gekannt; seine Monographie „Arnold Böcklin. Sein Leben und sein Schaffen“ (1901) und der Bildband „Arnold Böcklin“ bei Bruckmann (1922) prägten für Jahrzehnte das Bild des Malers. Daneben stehen die große Grünewald-Ausgabe „Die Gemälde und Zeichnungen von Matthias Grünewald“ (1911) und „Die Werke Hans Holbeins in Basel“ (1930); seine „Gesammelten kunsthistorischen Schriften“ erschienen 1933.
Schmids Böcklin-Darstellung verbindet Kennerschaft mit der Nähe des Zeitgenossen und liest sich heute auch als Dokument der Böcklin-Begeisterung um die Jahrhundertwende, gegen die sich die Moderne wenig später scharf absetzte. Als Grünewald-Forscher bleibt er in der Fachliteratur bis heute präsent.
Werke:
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Heinrich Alfred Schmid
Deutsch
28.07.2014
26.34 MB
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