Arthur Schurig
Arthur Schurig (1870 – 1929)Ihnen wie allen großen Liebenden ward die Lust verklärt vom Leid, das Leid durchsonnt von Lust.
Arthur Schurig, geboren am 24. April 1870 in Dresden, gestorben am 16. November 1929 ebenda, war Philologe, Schriftsteller, Herausgeber und einer der produktivsten Übersetzer französischer Literatur seiner Zeit. Dem deutschen Lesepublikum der Insel-Bücherei-Jahre brachte er Stendhal, Flaubert und Mérimée nahe.
Sein Weg zur Literatur führte über die Kaserne: Von 1890 bis 1906 diente Schurig als Offizier, ehe er mit sechsunddreißig Jahren in Grenoble, Berlin und Leipzig Literaturgeschichte studierte und 1910 mit einer Arbeit über den jungen Wilhelm Heinse promoviert wurde. Im Ersten Weltkrieg kehrte er noch einmal in den Militärdienst zurück.
Als Übersetzer betreute er im Insel-Verlag die achtbändigen „Gesammelten Werke“ Stendhals (1922–1932), übertrug Flauberts „Frau Bovary“ und „Salambo“ und die Denkwürdigkeiten des Herzogs von Saint-Simon. Als Herausgeber widmete er sich Mozart: Nach einer zweibändigen Biografie (1913) edierte er die Reiseaufzeichnungen Leopold Mozarts (1920) und die Briefe Constanze Mozarts (1922). Daneben schrieb er über Tagore (1921) und Pizarro (1922) und gab die Berichte des Cortes an Karl V. heraus (1918).
„Der Roman von Tristan und Isolde in der bretonischen Urgestalt“ (1923) erzählt den alten Stoff in Prosa neu, so wie ihn die französische Forschung aus den frühesten Fassungen zurückgewonnen hatte; die Zulu-Ausgabe folgt dieser Nacherzählung. Schurig starb in seiner Heimatstadt und liegt auf dem Urnenhain in Dresden-Tolkewitz begraben.
Werke:
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Arthur Schurig
Deutsch
22.06.2015
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