Kyau-Haku-Sai
Kyau-Haku-SaiWeit schlimmer sind die wirklichen Geishas, die das Menschenherz kennen und tausenderlei verführerische Mittel anwenden, um den Mann zu umgarnen.
Kyau-Haku-Sai – bei Paul Enderling auch Kyau-Hakusat geschrieben – ist ein überlieferter japanischer Autoren- beziehungsweise Quellenname aus der frühen europäischen Vermittlung japanischer Erzählprosa.
Enderling nahm 1905 drei Geschichten aus den „Erzählungen des Alten“ in seine Sammlung „Japanische Novellen und Gedichte“ auf und erwähnt eine ihm vorliegende Ausgabe mit einer Vorrede aus dem Winter 1805. Das Jahr bezeichnet also die Überlieferung, nicht das Leben des Autors.
Die Texte lassen einen alten Mann erzählen und verbinden Anekdote, Lehre und Ironie: von verzauberten Füchsen, vom Rat eines Oheims und von einem Jüngling und einer Geisha. Enderling selbst bemerkt, dass Kyau-Hakusat das Werk einem Philosophen zuschreibe – nach seiner Einschätzung eine in Japan übliche literarische Mystifikation.
Der Name wanderte weiter: 1906 erschien in New York eine Anthologie mit „The Youth and the Geisha Girl“ nach Kyau-Haku-Sai, und die Deutsche Nationalbibliothek führt ihn in der Schreibweise „Kyau Haku-Sai“. Eine historisch identifizierbare Person mit gesicherten Lebensdaten und eindeutiger moderner japanischer Namensform ist bislang nicht nachgewiesen.
Werke:
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Kyau-Haku-Sai
Deutsch
27.12.2020
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