Charlotte Brontë
Charlotte Brontë (1816 – 1855)Ich bin kein Vogel, und kein Netz hält mich gefangen; ich bin ein freier Mensch mit eigenem Willen.
Charlotte Brontë, geboren am 21. April 1816 in Thornton, Yorkshire, gestorben am 31. März 1855 in Haworth, war eine englische Schriftstellerin. Ihr Roman „Jane Eyre“ gehört zu den meistgelesenen Büchern der englischen Literatur.
Sie war die dritte von sechs Kindern des anglikanischen Pfarrers Patrick Brontë, der 1820 die Pfarrstelle im Moordorf Haworth übernahm. Die Mutter starb 1821, die beiden ältesten Schwestern 1825 nach dem Aufenthalt in einem erbärmlichen Internat, das Charlotte später als Lowood in „Jane Eyre“ schilderte.
Mit den Geschwistern Branwell, Emily und Anne erfand sie in Haworth ganze Fantasiereiche und schrieb schon als Kind unermüdlich. Sie besuchte die Schule Roe Head, arbeitete dort als Lehrerin, dann als Gouvernante, und ging 1842 mit Emily nach Brüssel, um im Pensionat Heger Französisch zu lernen; die unerwiderte Zuneigung zu ihrem Lehrer Constantin Heger prägte ihr späteres Schreiben.
1846 veröffentlichten die drei Schwestern unter den Namen Currer, Ellis und Acton Bell einen Gedichtband, von dem zwei Exemplare verkauft wurden. Charlottes erster Roman „Der Professor“ wurde abgelehnt, doch „Jane Eyre“ (1847) wurde sofort ein Erfolg und löste Spekulationen über den Verfasser aus. Die Geschichte der Waise, die sich als Gouvernante ihre Unabhängigkeit und ihre Liebe zu Mr. Rochester erkämpft, war in ihrer Leidenschaft und Ich-Erzählung neu. Es folgten „Shirley“ (1849) und „Villette“ (1853).
Zwischen September 1848 und Mai 1849 starben Branwell, Emily und Anne. Charlotte blieb mit dem Vater zurück, verkehrte nun in Londoner Literaturkreisen und heiratete 1854 den Hilfspfarrer Arthur Bell Nicholls. Sie starb im folgenden Jahr, 38 Jahre alt, während einer Schwangerschaft. Elizabeth Gaskells Biografie (1857) begründete den Mythos der Brontës im Pfarrhaus von Haworth.
Werke:
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Charlotte Brontë
Deutsch
07.05.2021
2.99 MB
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