Carl Brockhaus
Carl Brockhaus (1822 – 1899)Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Carl Friedrich Wilhelm Brockhaus wurde am 7. April 1822 in Himmelmert bei Plettenberg im Sauerland geboren und starb am 9. Mai 1899 in Elberfeld. Volksschullehrer, Prediger und Verleger, war er der Kopf der deutschen Brüderbewegung – und der Herausgeber der Elberfelder Bibel, der bis heute wortgetreuesten deutschen Bibelübersetzung.
Von 1843 bis 1848 unterrichtete er in Breckerfeld. Nach seiner Bekehrung gab er den Schuldienst auf und reiste als hauptamtlicher „Bote“ des Evangelischen Brüdervereins in Elberfeld predigend durch das Bergische Land. 1852 trat er aus, weil ihn die Lehre des Engländers John Nelson Darby überzeugt hatte: keine Amtskirche, keine Pfarrer, nur die Versammlung der Gläubigen um Bibel und Abendmahl.
Von Elberfeld aus gründete und betreute er die Brüdergemeinden, die man im Bergischen bald „die Brockhäuser“ nannte; Darby kam zwischen 1854 und 1878 achtmal zu Besuch. Ab 1853 gab Brockhaus eine Monatszeitschrift heraus, die bis zum Jahr 2000 erschien, und stellte die „Kleine Sammlung geistlicher Lieder“ zusammen, das Gesangbuch der Bewegung.
Sein Lebenswerk wurde die Elberfelder Bibel: Mit Darby, Julius Anton von Poseck und anderen übersetzte er das Neue Testament (1855) und das Alte Testament (1871) so wörtlich wie möglich aus den Grundtexten, mit Klammern und Anmerkungen, wo das Deutsche den Urtext nicht genau wiedergeben kann. Die Übersetzung wurde weit über die Brüdergemeinden hinaus benutzt und mehrfach revidiert; Zulu bietet die alte, unrevidierte Fassung.
Brockhaus hatte dreizehn Kinder. Sein Sohn Rudolf führte die Arbeit und den Verlag weiter, der heute als SCM R. Brockhaus in Witten besteht. Er starb 1899 in Elberfeld, dem Mittelpunkt seines Wirkens.
Werke:
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Carl Brockhaus
Deutsch
29.01.2014
2.29 MB
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