Olaf Trunschke (geb. 1958)Die Stütze zu verlieren, ist unsere größte Angst. Und die Angst ist unser Käfig.
Olaf Trunschke wurde 1958 in Radebeul bei Dresden geboren. Er war Chemiker, später Lektor, Werbetexter und Verleger und arbeitet heute als Designer und Dozent für digitale Medien. Er lebt in Berlin.
Neben Prosa veröffentlichte er vor allem Aphorismen und Gedichte – kurze Formen, in denen sich Beobachtung und Pointe die Waage halten. Sein Blick auf den Menschen ist der eines Zoologen, der sich über sein Untersuchungsobjekt wundert.
„Das Mensch-Museum“ (1989) führt mit kurzen Texten und Piktogrammen durch die Kultur eines Planeten, der einmal Erde geheißen haben wird; „Der Brandenburger Tor“ (2007) ist ein Führer durch ein Berlin, das man im Spiegel ansehen muss, um nicht den Verstand zu verlieren.
„Die Geometrie der Träume“ (2008) erinnert an eine Studentenzeit, in antike Namen gekleidet; „Schöne Bestien“ (2012) versammelt Anekdoten, Parabeln und Skizzen aus dreißig Jahren – vom Autor selbst als „Nachlass zu Lebzeiten“ bezeichnet.
Werke: Wer im Museum lebt, wird der Mumien und Ruinen, der Legenden und Mythen kaum mehr gewahr. Dieses Buch gibt mit kurzen Texten eine Einführung in die wunderliche Kultur auf jenem Planeten, der einmal Erde geheißen haben wird. - Fünfzehn Piktogramme erleichtern dem geneigten Benutzer die Orientierung. Weiterlesen... | |
Bahnhöfe, Bordelle, Baumärkte – Berlin ist eine verwirrende Stadt: Man muß sie im Spiegel ansehen, um nicht den Verstand zu verlieren. Dieser Führer gibt Orientierung und Lesehilfe. Doch Vorsicht: Sie verlassen den rationalen Sektor der Stadt! Weiterlesen... | |
Jedesmal, wenn ich mittags in die Tonne kam, saß Diogenes schon in seiner Ecke, vor sich die leere Tasse, und wartete, daß ihm jemand den nächsten Kaffee bezahlen würde.« - So beginnt die Geschichte der sonderbaren Freundschaft von Diogenes, Aristipp und dem Erzähler, der sich Jahre später erinnert an Tage und Nächte in Kneipen, Klubs und Kammern: .... Weiterlesen... | |
»Wir leben in einem Käfig aus Angst. Sein Gitter ist uns ins Fleisch gewachsen: Unser kraftvoller Gang, unser stolzer Blick verdanken sich der Stützkraft der Stäbe: Macht, Geltung, Ansehen ... – Die Stütze zu verlieren, ist unsere größte Angst. Und die Angst ist unser Käfig.«
Texte aus dreißig Jahren. Betrachtungen im Menschenpark: schön und schrecklich. Anekdoten, Parabeln, .... Weiterlesen... | |