Victor Hugo
Victor Hugo (1802 – 1885)Denken ist die Arbeit des Intellekts, Träumen sein Vergnügen.
Victor-Marie Hugo wurde am 26. Februar 1802 in Besançon geboren und starb am 22. Mai 1885 in Paris. Der Dichter, Dramatiker, Romancier und Politiker ist die beherrschende Gestalt der französischen Romantik und bis heute der populärste Schriftsteller Frankreichs.
Sein Vater Joseph Léopold Sigisbert Hugo diente als General Napoleons, die Mutter Sophie Trébuchet war Royalistin; die Kindheit verlief zwischen Paris, Italien und Spanien. Schon mit fünfzehn fiel er mit Preisgedichten auf, 1822 erschienen die „Odes“, im selben Jahr heiratete er seine Jugendliebe Adèle Foucher.
Die Vorrede zum Drama „Cromwell“ (1827) wurde zum Manifest der Romantik, die Uraufführung von „Hernani“ (1830) zum Schlachtfeld zwischen Klassizisten und Neuerern. Der Roman „Notre-Dame de Paris“ (1831; „Der Glöckner von Notre-Dame“) errichtete dem mittelalterlichen Paris und seiner Kathedrale ein Denkmal, das die Restaurierung des Bauwerks mit anstieß. Gedichtbände wie „Les Feuilles d’automne“ (1831) und Dramen wie „Ruy Blas“ (1838) folgten; 1841 nahm ihn die Académie française auf, 1845 wurde er Pair von Frankreich.
Der Staatsstreich Louis Napoléons 1851 trieb den Abgeordneten ins Exil nach Brüssel, Jersey und Guernsey, wo er in Hauteville House neunzehn Jahre lang schrieb: die Streitgedichte „Les Châtiments“ (1853), die vom Tod der Tochter Léopoldine geprägten „Contemplations“ (1856), die „Légende des siècles“ (1859) und den Roman „Les Misérables“ (1862), ein Weltbuch über Schuld, Armut und Gnade.
1870 kehrte er als Nationalheld nach Paris zurück, wurde 1876 Senator und blieb Mahner für Republik, Pressefreiheit und die Abschaffung der Todesstrafe. Nach dem Spätwerk „Quatrevingt-treize“ (1874) starb er 1885; zwei Millionen Menschen begleiteten den Sarg ins Panthéon. Seine Verse und Romane leben in Oper, Film und Musical weiter.
Werke:
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Victor Hugo
Deutsch
16.04.2019
2.32 MB
342
10.881