Hans Fallada
Hans Fallada (1893 – 1947)Sehnsucht ist besser als Erfüllung.
Hans Fallada, eigentlich Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen, geboren am 21. Juli 1893 in Greifswald, gestorben am 5. Februar 1947 in Berlin, war ein deutscher Schriftsteller. Mit „Kleiner Mann – was nun?“ schrieb er den Roman der Weltwirtschaftskrise und wurde zu einem der meistgelesenen Autoren der Neuen Sachlichkeit.
Fallada war der Sohn eines Reichsgerichtsrats. Seine Jugend verlief in Katastrophen: Ein schwerer Unfall, Typhus, ein als Duell getarnter Doppelselbstmord mit einem Schulfreund 1911, bei dem der Freund starb, und jahrelange Abhängigkeit von Morphium und Alkohol. Statt zu studieren, machte er eine Landwirtschaftslehre und arbeitete als Gutsverwalter.
Sein Pseudonym bildete er aus zwei Grimm-Märchen: Hans im Glück und das Pferd Falada aus der „Gänsemagd“. Nach frühen expressionistischen Romanen und zwei Gefängnisstrafen wegen Unterschlagung brachte „Bauern, Bonzen und Bomben“ (1931) den Durchbruch. „Kleiner Mann – was nun?“ (1932), die Geschichte des Angestellten Pinneberg und seiner Frau Lämmchen in der Arbeitslosigkeit, wurde ein Welterfolg.
In der NS-Zeit zog sich Fallada nach Carwitz in Mecklenburg zurück und schrieb „Wer einmal aus dem Blechnapf frißt“ (1934), „Wolf unter Wölfen“ (1937) und die Kindergeschichten „Geschichten aus der Murkelei“ (1938), die er für seine eigenen Kinder erfunden hatte. Weder Emigration noch offene Anpassung gelangen ihm; 1944 verfasste er in der Anstalt Neustrelitz-Strelitz, verschlüsselt, seine Aufzeichnungen „In meinem fremden Land“ und den Roman „Der Trinker“.
Nach Kriegsende war er kurz Bürgermeister von Feldberg, dann in Berlin unter dem Einfluss Johannes R. Bechers. In wenigen Wochen schrieb er „Jeder stirbt für sich allein“ (1947) über ein Berliner Ehepaar im Widerstand – der Roman wurde sechzig Jahre später zum internationalen Bestseller. Fallada starb 53-jährig an Herzversagen.
Werke:
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Hans Fallada
Deutsch
01.02.2021
3.15 MB
146
4.199