René Descartes
René Descartes (1596 – 1650)Es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden.
René Descartes (latinisiert Renatus Cartesius), geboren am 31. März 1596 in La Haye in der Touraine, gestorben am 11. Februar 1650 in Stockholm, war ein französischer Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler. Er gilt als Begründer des neuzeitlichen Rationalismus; sein „Ich denke, also bin ich“ ist der bekannteste Satz der Philosophiegeschichte.
Descartes stammte aus dem niederen Adel, verlor früh die Mutter und wurde im Jesuitenkolleg La Flèche erzogen, dessen scholastische Lehre ihn unbefriedigt ließ. Nach einem Jurastudium in Poitiers ging er als Freiwilliger zum Militär und bereiste Europa.
In der Nacht des 10. November 1619 hatte er in Neuburg an der Donau die Vision einer einheitlichen Wissenschaft, die auf dem Vorbild der Mathematik aufbaut. 1628 zog er in die Niederlande, wo er zwanzig Jahre lang in wechselnden Wohnorten arbeitete, abgeschirmt vom Pariser Betrieb. Die Verurteilung Galileis 1633 hielt ihn davon ab, seine Physik zu veröffentlichen.
Stattdessen erschien 1637 die „Abhandlung über die Methode“ – auf Französisch statt Latein, damit auch Laien sie lesen konnten. Sie führt vor, wie der Zweifel an allem Überlieferten zu einer ersten unbezweifelbaren Gewissheit führt: dem denkenden Ich. Die „Meditationen über die Erste Philosophie“ (1641) und die „Prinzipien der Philosophie“ (1644) bauten das System aus; als Anhang der Methodenschrift begründete die „Geometrie“ die analytische Geometrie mit den nach ihm benannten Koordinaten.
1649 folgte Descartes der Einladung Königin Christinas nach Stockholm, wo er ihr um fünf Uhr morgens Unterricht geben musste und nach wenigen Monaten an einer Lungenentzündung starb. Seine Trennung von Geist und Körper, sein Methodenideal und sein Zweifel haben die Philosophie bis heute geprägt.
Werke:
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René Descartes
Deutsch
11.04.2018
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