Platon
Platon (um 428 – um 348 v. Chr.)Die größte Strafe aber ist, von Schlechteren regiert zu werden, wenn einer nicht selbst regieren will.
Platon (griechisch Plátōn, latinisiert Plato), geboren um 428 v. Chr. in Athen oder auf Aigina, gestorben um 348 v. Chr. in Athen, war ein griechischer Philosoph. Mit seinem Lehrer Sokrates und seinem Schüler Aristoteles steht er am Anfang der abendländischen Philosophie; seine Dialoge zählen zugleich zur Weltliteratur.
Er entstammte einer alten athenischen Adelsfamilie und wuchs während des Peloponnesischen Krieges auf. Als junger Mann schloss er sich Sokrates an, dessen Hinrichtung im Jahr 399 v. Chr. sein Denken und sein Misstrauen gegen die Demokratie seiner Vaterstadt prägte.
Nach Reisen, die ihn nach Ägypten, Unteritalien und Sizilien geführt haben sollen, gründete er um 387 v. Chr. in einem Hain vor den Toren Athens die Akademie, die erste Philosophenschule des Abendlandes. Drei Aufenthalte am Hof der Tyrannen von Syrakus, wo er seine Vorstellungen vom gerechten Staat zu verwirklichen hoffte, endeten in Enttäuschung und brachten ihn zeitweise in Lebensgefahr.
Sein Werk ist vollständig erhalten: rund dreißig Dialoge, in denen meist Sokrates als Gesprächsführer auftritt, dazu Briefe von umstrittener Echtheit. Die frühen Dialoge wie die „Apologie“ und der „Kriton“ umkreisen die Gestalt des Sokrates; „Symposion“ und „Phaidon“ entfalten die Lehre von den Ideen und der Unsterblichkeit der Seele, die „Politeia“ entwirft den von Philosophen regierten Staat, die späten Werke „Parmenides“, „Theaitetos“, „Timaios“ und „Nomoi“ wenden sich der Erkenntnistheorie, der Kosmologie und einer zweiten Staatslehre zu.
Kein Denker hat die europäische Geistesgeschichte tiefer geprägt: Neuplatonismus, christliche Theologie, Renaissance und deutscher Idealismus haben sich an ihm gebildet. Die deutsche Übersetzung Friedrich Schleiermachers (1804–1828), der auch die Zulu-Ausgabe folgt, gilt bis heute als sprachliches Kunstwerk und hat das deutsche Platonbild über zwei Jahrhunderte bestimmt.
Werke:
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Platon
Deutsch
08.09.2014
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