Alfred Brehm
Alfred Brehm (1829 – 1884)Mit dem Menschen lebt eine Katze immer in treuer Freundschaft, sobald sie von ihm ordentlich behandelt wird.
Alfred Edmund Brehm wurde am 2. Februar 1829 in Unterrenthendorf in Thüringen geboren und starb dort am 11. November 1884. Sein „Tierleben“ machte die Zoologie zum Lesestoff für Millionen und steht bis heute in deutschen Bücherschränken.
Der Vater, der Pfarrer Christian Ludwig Brehm, war ein bekannter Vogelkundler; im Pfarrhaus lagerten tausende präparierte Vögel. Alfred begann eine Maurerlehre und ein Architekturstudium, folgte dann aber mit achtzehn Jahren dem Baron Johann Wilhelm von Müller auf eine Expedition nach Ägypten und in den Sudan (1847–1852). Sein Bruder Oskar ertrank im Nil, er selbst saß monatelang mittellos in Khartum fest – und kehrte mit Sammlungen zurück, die ihm mit zwanzig die Aufnahme in die Leopoldina eintrugen.
Nach dem Studium der Naturwissenschaften in Jena (Promotion 1855) und Reisen nach Spanien, Norwegen und Abessinien begann er 1863 das „Illustrirte Thierleben“, sechs Bände bis 1869, später auf zehn erweitert. Brehm beschrieb Tiere nicht nach Merkmalen, sondern nach ihrem Verhalten und Charakter – lebendig, anschaulich, oft vermenschlichend, was ihm die Fachwelt vorwarf und die Leser dankten.
1863 wurde er erster Direktor des Hamburger Zoos, 1869 gründete er das Berliner Aquarium Unter den Linden, das er bis 1878 leitete. 1876 reiste er nach Westsibirien, 1883/84 auf Vortragsreise durch die Vereinigten Staaten – trotz der Diphtherie-Erkrankung seiner Kinder; unterwegs erreichte ihn die Nachricht vom Tod des jüngsten Sohnes.
Gezeichnet von der Malaria aus Afrika und vom Verlust, zog er sich nach Renthendorf zurück und starb dort mit 55 Jahren. „Brehms Tierleben“ wurde zum Markenzeichen, in viele Sprachen übersetzt und bis ins 20. Jahrhundert immer wieder neu bearbeitet. Die „Katzenfreundschaften“ bei Zulu zeigen Brehm von seiner besten Seite: als genauen, liebevollen Beobachter.
Werke:
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Alfred Brehm
Deutsch
08.06.2015
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