Stefan Zweig
Stefan Zweig (1881 – 1942)Einzig dann, wenn ein Mensch seine ganzen Kräfte ins Spiel bringt, ist er für sich, ist er für die anderen wahrhaft lebendig.
Stefan Zweig, geboren am 28. November 1881 in Wien, gestorben am 22. Februar 1942 in Petrópolis bei Rio de Janeiro, war ein österreichischer Schriftsteller. In den 1920er und 1930er Jahren war er der meistübersetzte deutschsprachige Autor seiner Zeit; seine Novellen und Biografien werden bis heute weltweit gelesen.
Zweig wuchs als Sohn eines jüdischen Textilfabrikanten im großbürgerlichen Wien auf, studierte Philosophie in Wien und Berlin und veröffentlichte schon als Student Gedichte. Reisen durch Europa, Indien und Amerika und die Freundschaft mit Émile Verhaeren und Romain Rolland machten ihn zum überzeugten Europäer.
Im Ersten Weltkrieg, den er im Kriegsarchiv verbrachte, wurde er zum Pazifisten; das Drama „Jeremias“ (1917) ist sein Zeugnis. Ab 1919 lebte er mit seiner Frau Friderike auf dem Kapuzinerberg in Salzburg, wo die große Zeit seines Werks begann: die Novellen „Amok“ (1922), „Verwirrung der Gefühle“ (1927) und „Brief einer Unbekannten“, die „Sternstunden der Menschheit“ (1927) und die Biografien von Fouché, Marie Antoinette und „Maria Stuart“ (1935), die den psychologischen Blick auf die Geschichte zum Bestseller machten.
1934 verließ Zweig Österreich nach einer Hausdurchsuchung und ging nach London, später nach Bath; 1938 wurde er staatenlos. Mit seiner zweiten Frau Lotte Altmann floh er 1940 über New York nach Brasilien. Dort entstanden die Erinnerungen „Die Welt von Gestern“ und die „Schachnovelle“, sein dichtestes Werk über die Zerstörung des Menschen durch die Isolation.
Am 22. Februar 1942 nahmen sich Zweig und Lotte in Petrópolis das Leben. In seinem Abschiedsbrief grüßte er alle Freunde: „Mögen sie die Morgenröte noch sehen nach der langen Nacht.“ Die „Schachnovelle“ erschien wenige Monate später posthum.
Werke:
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Stefan Zweig
Deutsch
26.09.2025
2.11 MB
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