Peter Rosegger
Peter Rosegger (1843 – 1918)Kindheitsheimat! – Das uralte Lied, dem man ewig horcht.
Peter Rosegger wurde am 31. Juli 1843 auf dem Kluppeneggerhof in Alpl bei Krieglach in der Steiermark geboren und starb am 26. Juni 1918 in Krieglach. Der Waldbauernbub, der Schneider wurde und dann Dichter, war um 1900 der meistgelesene Schriftsteller Österreichs.
Als ältestes von sieben Kindern eines Bergbauern wuchs er ohne regelmäßige Schule auf; ein wandernder Lehrer brachte ihm Lesen und Schreiben bei. Für die Feldarbeit zu schwach, kam er mit siebzehn zu einem Wanderschneider in die Lehre und zog mit ihm von Hof zu Hof – dort hörte er die Geschichten, die er sein Leben lang erzählte. Seine Gedichte schickte er an die „Grazer Tagespost“; der Redakteur Adalbert Svoboda erkannte das Talent und verschaffte ihm 1865 einen Platz an der Grazer Akademie für Handel und Industrie.
1870 erschienen die „Zither und Hackbrett“, Gedichte in steirischer Mundart, 1875 „Die Schriften des Waldschulmeisters“, der Roman eines Lehrers in einem verlorenen Bergdorf, 1877 „Waldheimat“, die Erinnerungen aus der Jugendzeit, die er bis ins Alter fortschrieb („Als ich noch der Waldbauernbub war“, 1902). 1876 gründete er die Monatsschrift „Heimgarten“, die er 34 Jahre lang füllte. „Jakob der Letzte“ (1888) erzählt vom Untergang eines Bauerndorfs, das von Jagdherren aufgekauft wird.
Seine erste Frau Anna Pichler starb 1875 im Kindbett; 1879 heiratete er Anna Knaur. Rosegger wehrte sich gegen das Etikett „Naturdichter“, blieb aber der Anwalt der bäuerlichen Welt, die er verschwinden sah – fromm, liberal, kaisertreu und für die Deutschen in der Steiermark engagiert. Ehrendoktorate aus Heidelberg, Wien und Graz und 1913 eine Nominierung für den Nobelpreis krönten ein Leben, das in einer Rauchstube begonnen hatte.
Er starb wenige Monate vor dem Ende der Monarchie in seinem Landhaus in Krieglach und wollte auf seinem Grab nur den Namen: Wenn man nach fünfzig Jahren noch wisse, wer das sei, genüge das. Man weiß es noch.
Werke:
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Peter Rosegger
Deutsch
03.11.2025
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