Léon Gozlan
Léon Gozlan (1803 – 1866)Das schöne Marmorschloss, das sich inmitten eines ruhigen Sees erhebt und sich unter dem sonnigen Himmel ausbreitet, ist der Wohnsitz von Fürst Orfano-Orfana.
Léon Gozlan wurde am 1. September 1803 in Marseille geboren und starb am 14. September 1866 in Paris. Journalist, Romancier, Dramatiker und Balzacs Sekretär, gehörte er zu den vielbeschäftigten Literaten des Pariser Juli-Königreichs und Zweiten Kaiserreichs.
Sein Vater, ein aus Algier stammender sephardischer Kaufmann, hatte die erste jüdische Gemeinde Marseilles mitbegründet und ging in den napoleonischen Seekriegen bankrott. Léon musste die Schule verlassen, fuhr zur See und lebte einige Jahre im Senegal – Erfahrungen, die er später in Erzählungen verarbeitete. Um 1828 kam er nach Paris und wurde Mitarbeiter des Blattes „Vert-Vert“ und bald vieler anderer.
Er wurde Balzacs Sekretär und Vertrauter; seine Erinnerungen „Balzac en pantoufles“ (1856) und „Balzac chez lui“ (1862) sind bis heute die lebendigsten Zeugnisse über den Alltag des großen Romanciers. Als Präsident der Société des gens de lettres wurde er 1850 Balzacs Nachfolger.
Er schrieb Romane – „Le Notaire de Chantilly“ (1836), „Aristide Froissart“ (1843), „Le Médecin du Pecq“ – und Komödien für das Théâtre-Français, dazu Kinderbücher: „Les aventures du prince Chènevis et de sa jeune sœur“, die Geschichte des Prinzen Hanfsamen, erschien 1847 auch in London mit den Bildern Bertalls. Sein größter Bucherfolg waren „Les Émotions de Polydore Marasquin“ (1857), die Geschichte eines Mannes, der auf einer Affeninsel strandet. 1846 wurde er Ritter, 1859 Offizier der Ehrenlegion.
Gozlan starb mit 63 Jahren und liegt auf dem Friedhof Montmartre. Barbey d’Aurevilly rühmte seinen „warmen, farbigen, geschärften Geist“; außerhalb Frankreichs ist er nur noch den Balzac-Lesern ein Begriff.
Werke:
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Léon Gozlan
Deutsch
07.11.2025
15.93 MB
73
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