Zulu Ebooks

Paul Heyse

Paul Johann Ludwig von HeysePaul Johann Ludwig von Heyse (1830 – 1914)
Erdachtes mag zu denken geben, doch nur Erlebtes wird beleben.

Paul Johann Ludwig Heyse (ab 1910 von Heyse), geboren am 15. März 1830 in Berlin, gestorben am 2. April 1914 in München, war Erzähler, Dramatiker, Lyriker und Übersetzer. 1910 erhielt er als erster deutscher Erzähler den Nobelpreis für Literatur – auf dem Höhepunkt einer Laufbahn, deren Ansehen zu diesem Zeitpunkt schon im Sinken war.

Sein Vater, der klassische Philologe Karl Wilhelm Ludwig Heyse, hatte den jüngsten Sohn Wilhelm von Humboldts und Felix Mendelssohn Bartholdy unterrichtet; die Mutter Julie Saaling stammte aus einer wohlhabenden, kunstsinnigen Berliner Familie. Heyse studierte ab 1847 klassische Philologie in Berlin, ab 1849 Kunstgeschichte und Romanistik in Bonn und wurde 1852 mit einer Arbeit über den Refrain in der Troubadourdichtung promoviert. Im Berliner Dichterkreis „Tunnel über der Spree“ fand er in Emanuel Geibel den Mentor und Freund fürs Leben. Ein preußisches Stipendium führte ihn nach Italien, das zum Schauplatz vieler seiner Erzählungen wurde.

1854 berief ihn König Maximilian II. mit einer großzügigen Pension nach München. Dort wurde Heyse zum Mittelpunkt des literarischen Lebens: Mitgründer der Dichtergesellschaft „Die Krokodile“ (1856), Gastgeber eines berühmten Salons, 1871 Mitbegründer der Genossenschaft deutscher Bühnenschriftsteller, einer der ersten Urheberrechtsvereinigungen. Seine erste Frau Margaretha Kugler starb 1862; 1867 heiratete er Anna Schubart.

Mit „L’Arrabbiata“ (1853) begann eine Reihe von rund 180 Novellen, deren Bauprinzip er 1871 in der sogenannten Falkentheorie beschrieb: Jede gute Novelle besitze ein unverwechselbares Dingsymbol, das ihre Wendung trägt. Die Romane „Kinder der Welt“ (1873) und „Im Paradiese“ (1875) machten ihn international bekannt, „Merlin“ (1892) war seine Abrechnung mit dem Naturalismus. Dazu kamen etwa siebzig Dramen – „Colberg“ (1865) wurde das meistgespielte, „Maria von Magdala“ (1899) in Preußen verboten – sowie Gedichte, Spruchdichtung und Übersetzungen aus dem Italienischen, darunter das von Hugo Wolf vertonte „Italienische Liederbuch“.

Das bürgerliche Publikum feierte Heyse als Dichterfürsten, die Naturalisten um Michael Georg Conrad bekämpften ihn als Vertreter einer schönen, lebensfernen Kunst. Beide Urteile sind geblieben, doch seine besten Novellen behaupten sich als Muster der Gattung. Er starb wenige Monate vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs und liegt auf dem Münchner Waldfriedhof.

Werke:

ebook Paul Heyse Novellen
(3)
Edition Zulu-Ebooks.com Sammelausgabe von Paul Heyse mit 48 Novellen. Zu seiner Zeit einer der berühmtesten Dichter deutscher Sprache, von den Großen Anno Domini als Freund, Förderer, und selbst von seinen Gegnern als "literarische Institution" geschätzt, gerieten seine Werke des ersten deutschen Literaturnobelpreisträgers (1910) Paul Heyse mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges quasi über .. Weiterlesen...
Wähle dein Format aus (Hilfe)
pdfepubmobi
 Paul Heyse   Deutsch  CC 3: by-nc-nd  11.11.2015  7.28 MB  1374  11.447

 

Kategorien

 

Werbung

 

eBook einreichen

 

Spenden

Unterstütze Zulu-Ebooks mit einer kleinen Spende.
Hilf uns, den kostenlosen Zugang zu E-Books und stabile, schnelle Downloads auch in Zukunft sicherzustellen – für alle, die gerne lesen.



 

Werbung

 

Statistik

Zulu Ebooks enthält aktuell 1.195 Ebooks in 6 Kategorien. Bis heute wurden diese 9.752.651 mal heruntergeladen.