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Maximiliane Ackers

Maximiliane AckersMaximiliane Ackers (1896 – 1982)
Herbstwind treibt die Nebel. Wie scheue Blinde tasten, irren sie um braune Häusergiebel, und ihnen folgt der müde Dunkeltraum des Abends.

Maximiliane „Maxi“ Ackers wurde am 24. September 1896 in Saarbrücken geboren und starb am 17. April 1982 in Glonn in Oberbayern. Mit dem Roman „Freundinnen“ schrieb sie 1923 eines der ersten deutschen Bücher, in dem die Liebe zwischen zwei Frauen nicht als Krankheit oder Skandal erzählt wird.

Sie arbeitete als Glasmalerin, Sängerin und Kabarettistin in Berlin und Hannover, stand vor der Kamera – 1920 in „Florentinische Nächte“ – und schrieb mit Heinz Herald das Drehbuch zu „Brennendes Land“ (1920/21), in dem sie auch spielte. Hannover war in diesen Jahren ein Zentrum der Avantgarde um Kurt Schwitters und den Verleger Paul Steegemann.

Bei Steegemann erschien 1923 „Freundinnen. Ein Roman unter Frauen“: die Geschichte der jungen Erika Felden, die zwischen Konvention, Ehe und ihrer Liebe zu einer Frau ihren Weg sucht. Das Buch, in einer expressionistisch gefärbten, atmosphärischen Prosa, fand sein Publikum in der lesbischen Subkultur der Weimarer Republik und erreichte bis 1928 das zehnte Tausend.

1930 schrieb Ackers mit der Künstlerin Käte Steinitz ein Kabarettprogramm für die Hannoveraner Frauenkünstlergemeinschaft GEDOK. Den Nationalsozialisten galt ihr Roman als Zersetzung: 1934 wurde er beschlagnahmt, 1936 auf die Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums gesetzt, Alfred Rosenberg zitierte ihn in seiner Hetzschrift „Der Sumpf“. 1935 zog sie nach Icking bei München.

Über ihre späteren Jahrzehnte ist wenig bekannt; sie starb 1982 mit 85 Jahren. Seit den 1990er Jahren wird „Freundinnen“ als Zeugnis der lesbischen Literatur der zwanziger Jahre wiederentdeckt.

Werke:

ebook Freundinnen
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Ein Roman unter Frauen, der 1923 entstanden ist, zählt zu den frühen Romanen, die eine lesbische Beziehung zum Thema haben; er beschreibt einfühlsam das Leben der zwei Protagonistinnen; die LeserInnen erhalten auch einen Einblick in die lesbische Subkultur der 1920er Jahre.

Textquelle: Peter M. Sporer / ngiyaw eBooks.

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 Maximiliane Ackers   Deutsch  CC 3: by-nc-nd  24.04.2012  282.79 KB  71  11.037

 

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