Felix Salten
Felix Salten (1869 – 1945)Er ist allmächtig! Er ist über uns! Alles, was ihr habt, ist von Ihm!
Felix Salten, geboren als Siegmund Salzmann am 6. September 1869 in Pest, gestorben am 8. Oktober 1945 in Zürich, war ein österreichischer Schriftsteller, Journalist und Kritiker. Weltbekannt wurde er mit „Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde“ (1923), einem Tierroman, der durch Walt Disneys Verfilmung zum Mythos wurde.
Salten wuchs in Wien auf, wohin die jüdische Familie kurz nach seiner Geburt gezogen war. Finanzielle Not zwang ihn, das Gymnasium ohne Abschluss zu verlassen und bei einer Versicherung zu arbeiten. 1889 veröffentlichte er sein erstes Gedicht, bereits unter dem Namen Felix Salten, den er 1911 auch amtlich annahm.
Im Café Griensteidl fand er Anschluss an die Dichter von „Jung-Wien“ – Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal, Richard Beer-Hofmann, Hermann Bahr – und war unter ihnen der einzige, der vom Schreiben leben musste. Als Theaterkritiker, Feuilletonist und Herausgeber wurde er zu einer der produktivsten Stimmen des Wiener Kulturlebens; mit Karl Kraus verfeindete er sich lebenslang. Ihm wird auch der anonym erschienene Skandalroman „Josefine Mutzenbacher“ (1906) zugeschrieben.
Neben Romanen, Novellen und Theaterstücken schrieb Salten von den 1920er Jahren an die Tiergeschichten, die sein Werk überdauern: „Bambi“ (1923), „Fünfzehn Hasen“ (1929), „Perri“ (1938) und „Bambis Kinder“ (1940). Sie schildern den Wald aus der Sicht der Tiere, ohne Verniedlichung, mit dem Menschen als allgegenwärtiger Bedrohung – eine Lesart, die vielen Lesern erst durch den Vergleich mit dem Disney-Film von 1942 aufging.
Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 emigrierte Salten nach Zürich, wo er 1945 starb. Die Filmrechte an „Bambi“ hatte er bereits 1933 für tausend Dollar verkauft. Der Roman, in den USA ein Bestseller und von den Nationalsozialisten verboten, wird heute auch als Parabel über Verfolgung gelesen.
Werke:
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Felix Salten
Deutsch
08.02.2021
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