Heinrich Christian Wilhelm Busch (1832 – 1908)Also lautet ein Beschluß: Daß der Mensch was lernen muß.
Heinrich Christian Wilhelm Busch, geboren am 15. April 1832 in Wiedensahl bei Hannover, gestorben am 9. Jänner 1908 in Mechtshausen im Harz, war ein deutscher Zeichner, Maler und Dichter. Mit seinen Bildergeschichten in Knittelversen gilt er als Wegbereiter des Comics und als einer der meistzitierten deutschen Humoristen.
Busch war das älteste von sieben Kindern eines Krämers. Mit neun Jahren kam er zu seinem Onkel, dem Pfarrer Georg Kleine, der ihn unterrichtete und ihm die Natur nahebrachte. Ein Maschinenbaustudium in Hannover brach er ab, um Malerei zu studieren – in Düsseldorf, Antwerpen und München, ohne je ein Studium abzuschließen.
In München fand Busch Anschluss an den Künstlerverein und begann für die „Fliegenden Blätter“ und die „Münchener Bilderbogen“ zu zeichnen. „Max und Moritz“ (1865), vom ersten Verleger abgelehnt, wurde zum Welterfolg und begründete das Genre der Bildergeschichte, in der Bild und Vers einander ergänzen. Es folgten „Hans Huckebein, der Unglücksrabe“ (1867), „Die fromme Helene“ (1872), „Fipps, der Affe“ (1879) und die Trilogie um Tobias Knopp.
Hinter der Komik steckt ein scharfer, von Schopenhauer geprägter Blick auf die Bosheit und Eitelkeit des Menschen; die Grausamkeit der Streiche und ihrer Bestrafung ist bis heute Gegenstand von Debatten. Busch selbst betrachtete seine Bildergeschichten als Brotarbeit und hielt seine Ölbilder, die er nie ausstellte, und seine Gedichte für wichtiger.
Von 1878 an lebte Busch zurückgezogen in Wiedensahl und zuletzt bei der Familie seines Neffen in Mechtshausen. Er blieb unverheiratet und stellte um 1884 das Zeichnen von Bildergeschichten ein. Zeilen wie „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr“ sind in die Alltagssprache eingegangen; Die amerikanischen „Katzenjammer Kids“ (1897), einer der ersten Zeitungscomics, waren eine direkte Nachahmung von Max und Moritz.
Werke: „Bilderpossen“, 1864 erschienen und dem Frühwerk Wilhelm Buschs zugeordnet, markiert einen entscheidenden Schritt: Es ist das erste reine Bildergeschichten-Buch des bekannten Humoristen und Zeichners.
Die Sammlung vereint vier Erzählungen: Katze und Maus, Hänsel und Gretel, Krischan mit der Piepe und Der Eispeter.
Busch bringt in diesen Geschichten .... Weiterlesen... | |
Wilhelm Buschs Klassiker Max und Moritz. Eine Bubengeschichte in sieben Streichen gehört zu den unsterblichen Werken der deutschen Literatur. Seit seiner Erstveröffentlichung 1865 hat das Buch Generationen gleichermaßen erheitert wie befremdet. In kunstvoll gereimten Versen und mit scharf konturierten Zeichnungen erzählt Busch von zwei Lausbuben, deren unbändiger Streichwille in grotesken .... Weiterlesen... | |
Wilhelm Busch entwirft in „Hans Huckebein, der Unglücksrabe“ ein kleines, aber feines Panoptikum von Bosheit, Ironie und tragischem Humor. Die Bildergeschichte – 1867 erstmals veröffentlicht – folgt dem frechen Raben Hans Huckebein, der vom Knaben Fritz gefangen wird und bei seiner Aufnahme in den Haushalt von Tante Lotte rasch zum heimlichen Terrorherrscher mutiert. Weiterlesen... | |
In „Fipps, der Affe“ entfaltet Wilhelm Busch auf satirisch-biographische Weise eine Bildergeschichte zwischen Witz und Tragik. Ursprünglich 1879 beim Bassermann Verlag erschienen, zeigt sie den Affen Fipps, der von seiner afrikanischen Heimat entführt, nach Bremen gebracht und dort gezähmt, aber bald zum Unruhestifter wird.
Busch gliedert die Erzählung in zwölf Kapitel, in .. Weiterlesen... | |
Dies sind die gesammelten Volksmärchen und Sagen von Wilhelm Busch, 1832 bis 1908, die zwei Jahre nach seinem Tod unter dem Titel „Ut ôler Welt“ erstmals veröffentlicht wurden. Wilhelm Busch, vor allem bekannt durch seine populäre Erzählung „Max und Moritz“, zählt zu den bekanntesten humoristischen Dichtern und Zeichnern in Deutschland. Seine auch heute .... Weiterlesen... | |