François Chateaubriand
François-René de Chateaubriand (1768 – 1848)Mit einem Herzen voll schöner und herrlicher Gefühle bewohnt man eine öde Welt.
François-René de Chateaubriand, geboren am 4. September 1768 in Saint-Malo, gestorben am 4. Juli 1848 in Paris, war ein französischer Schriftsteller, Diplomat und Politiker. Er gilt als Begründer der französischen Romantik; seine Erzählungen „Atala“ und „René“ prägten das Lebensgefühl einer ganzen Generation.
Chateaubriand war der jüngste Sohn eines verarmten bretonischen Adligen, der mit Sklavenhandel und Reederei zu Vermögen gekommen war. Seine Jugend verbrachte er zwischen dem düsteren Schloss Combourg und einer Offizierslaufbahn, die ihn 1787 an den Hof von Versailles führte.
1791 reiste er nach Amerika, um angeblich eine Nordwestpassage zu suchen, in Wahrheit auf der Flucht vor der Revolution; die Wälder und Indianer der Neuen Welt lieferten den Stoff für sein Werk. Zurück in Frankreich kämpfte er in der Emigrantenarmee, wurde verwundet und lebte sieben Jahre in bitterer Armut im Londoner Exil.
Die Indianererzählung „Atala“ (1801) machte ihn über Nacht berühmt; „René“ (1802), die Geschichte eines jungen Melancholikers, der in der Wildnis vergeblich vor sich selbst flieht, wurde zum Urbild des romantischen Weltschmerzes. „Der Geist des Christentums“ (1802) verteidigte die Religion mit den Mitteln der Poesie. Unter Napoleon war Chateaubriand kurz Diplomat, bis er nach der Hinrichtung des Herzogs von Enghien 1804 brach; unter den Bourbonen wurde er Pair, Botschafter und 1823/24 Außenminister.
Seine letzten Jahrzehnte verbrachte er neben Juliette Récamier in Paris und schrieb an den „Memoiren von jenseits des Grabes“, die erst nach seinem Tod erschienen und als sein Hauptwerk gelten. Begraben ist er nach eigenem Wunsch auf der Felseninsel Grand Bé vor Saint-Malo, allein, dem Meer zugewandt.
Werke:
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François Chateaubriand
Deutsch
03.11.2015
1.01 MB
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