Zulu-Ebooks vereint digitale Bibliothek und Magazin: Wir veröffentlichen gemeinfreie Klassiker ebenso wie neue Werke von Selfpublishing-Autorinnen und -Autoren. Im Zulu Magazin öffnen wir die Türen zu literarischen Welten, erzählen von vergessenen Stimmen und bieten Essays, Porträts und Hintergründe zu Literatur, Kultur und Geschichte. Unser Ziel ist es, das Lesen neu zu inspirieren und den Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart lebendig zu halten.
Edgar Allan Poe – Architekt der Schattenwelten
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- Kategorie: Zulu Magazin
- Veröffentlicht: Montag, 20. Juli 2015
Edgar Allan Poe (1809–1849) gilt als einer der großen Architekten der modernen Literatur. Mit feinem Gespür für die Abgründe des Menschlichen und einer scharf geschliffenen Sprache hat er nicht nur das Fundament der Kriminalliteratur gelegt, sondern auch die Finsternis der Schwarzen Romantik mit unverwechselbarem Klang gefüllt. Poe war ein Virtuose des Grauens, ein Komponist des Schreckens, dessen Melodie bis heute nachhallt.Seine Erzählungen führen tief hinab in seelische Labyrinthe: „Der Untergang des Hauses Usher“ etwa ist ein Paradebeispiel der Schwarzen Romantik, in der das Haus selbst zum Sinnbild des inneren Verfalls wird. Mit „Der Doppelmord in der Rue Morgue“ schuf Poe die erste Detektivgeschichte – eine Gattung, die bald Arthur Conan Doyle zur Perfektion führen sollte. Auch sein einziger Roman, „Die Abenteuer Gordon Pyms“, ist eine Expedition in unbekannte Welten, ein Abenteuer, das zwischen Fiebertraum und Entdeckungsreise oszilliert.
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Waterloo – Die letzte Schlacht Napoleons
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- Kategorie: Zulu Magazin
- Veröffentlicht: Donnerstag, 18. Juni 2015

Am 18. Juni 1815, vor nunmehr zweihundert Jahren, schrieben Kanonendonner, Pulverdampf und das Donnern von Hufen Geschichte: die Schlacht bei Waterloo. Rund fünfzehn Kilometer südlich von Brüssel, im unscheinbaren Dorf Waterloo, das damals zum Königreich der Vereinigten Niederlande gehörte, entschied sich das Schicksal Europas.
Napoleon Bonaparte, der schon unzählige Male als Feldherr brilliert und gesiegt hatte, traf hier auf die vereinten Mächte seiner Gegner. Unter dem Herzog von Wellington vereinigten sich britische, niederländische und deutsche Truppen; von Osten drängten die Preußen unter dem greisen, aber unermüdlichen Feldmarschall Blücher heran. Es war ein Ringen um die Zukunft, ein Kampf der Systeme: das napoleonische Kaiserreich gegen die alten Mächte, die sich mit Zähigkeit und Opferbereitschaft zusammenschlossen.
Ein Streifzug durch „Katuschka’s Celticgarden“
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- Kategorie: Zulu Magazin
- Veröffentlicht: Mittwoch, 24. Juni 2015
Es gibt Gärten, die mehr sind als Orte des Wachsens und Gedeihens – sie sind Archive der Erinnerung, Schatzkammern uralter Weisheit. Ein solcher Garten ist „Katuschka’s Celticgarden“, den die Bloggerin Katja Kröger mit Hingabe pflegt und in Wort wie Bild belebt.Hier entfaltet sich nicht nur die stille Schönheit der Pflanzenwelt, sondern auch das Wissen um ihre Heilkräfte, das einst in den Hütten der Kräuterfrauen und auf den Klostergängen bewahrt wurde. Heilkräuter, Heilpflanzen, Öle und Weine werden in ihrem Garten nicht nur als Rezepte gegen kleine Leiden betrachtet, sondern als Teil einer lebendigen Kulturgeschichte. Dabei schlägt Katja Brücken zwischen naturkundlicher Kenntnis und jenen Mythen, die seit heidnischen Zeiten bis ins Mittelalter die Pflanzen mit geheimnisvoller Aura umgeben haben: Aberglauben, Magie, die Kraft der Steine und die heilsame Nähe zur Natur.
Tausend und eine Nacht
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- Kategorie: Zulu Magazin
- Veröffentlicht: Montag, 01. Juni 2015
Diesmal behandeln wir einen ein Klassiker der Weltliteratur - Tausendundeine NachtEs ist eine Sammlung morgenländischer Erzählungen. Typologisch handelt es sich um eine Rahmenerzählung mit Schachtelgeschichten.
In Europa wird Tausendundeine Nacht häufig fälschlich gleichgesetzt mit Märchen für Kinder, was der Rolle des Originals als Geschichtensammlung für Erwachsene mit zum Teil sehr erotischen Geschichten in keiner Weise gerecht wird. Ursache für dieses Missverständnis ist vermutlich die erste europäische Übersetzung des französischen Orientalisten Antoine Galland, der die Geschichten 1704–1708 übertrug und dabei die religiösen und erotischen Komponenten des Originals entschärfte oder tilgte, übrigens ähnlich wie die Brüder Grimmim Deutschland des 19. Jahrhunderts mit den überlieferten Volksmärchen verfuhren.